Archive für Beiträge mit Schlagwort: Walkjacke

…befinde ich mich endlich mit der Walkjacke.

Das Futter ist zusammengenäht (Farbe wie immer verfälscht: beim zweiten Foto weiter unten habe ich probiert, in etwa den Ton zu treffen):

Futter Walkjacke

…und die Säume warten noch darauf, von Hand anstaffiert zu werden:

Futter gesteckt

Wäre diese ärgerliche Zeitumstellung nicht (die mir als Nachteule besonders zu schaffen macht), wäre ich heute wohl komplett fertig geworden… :-/

… der Jacke ist ganz gut:

Walkjacke Sp 1

Leider habe ich sehr wenig Zeit zum Nähen und so konnte ich nur den Saum um-, die Krägen im Nahtschatten aufeinander nähen und RV-Kante sowie Kragen absteppen. Jetzt geht es mit den Ärmeln weiter.

…ist nach einigem Hin und Her jetzt der richtige und nach meiner Aufräumorgie habe ich jetzt endlich wieder Zeit gefunden, etwas weiterzuarbeiten.

Hier nochmal die Schritte, wie ich vorgegangen bin.

Zunächst wird das eine Kragenteil auf die Jacke, das andere auf den Besatz (bei dem natürlich die Schulternähte bereits geschlossen wurden) genäht und die Nahtzugaben beschnitten und auseinander gebügelt.

Kragen an Jacke Kragen an Besatz

Dann positioniert man den RV von rechts, Zähnchen zeigen nach aussen. Gut heften finde ich sinnvoll, ebenso ist es wichtig, die Quernähte am RV einzuzeichnen, damit diese nachher perfekt aufeinander treffen.

RV positionieren

Mit dem RV-Füsschen ist das Annähen eine Freude:

RV annähen

RV eingesetzt

Nun steckt man den Besatz so fest, dass man nachher von innen genau auf der Nahtlinie des bereits eingenähten Reissverschlusses nähen kann und näht die vorderen Kanten und fortlaufend die Kragenteile aufeinander.

Besatz von innen feststeppen

Alles wenden und möglichst gut alles beschneiden: vor allem am die Kragenecken und auch sonst soviel wie möglich bei diesem kräftigen Material.

RV und Besatz

Es sieht im Moment noch alles etwas wulstig aus, die Kragenteile werden noch in der Ansatznaht aufeinander genäht, der Saum ist z.T. noch gesteckt und ich werde wohl noch etwas absteppen müssen, da sich das Material so wölbt.

…macht sich gut im Walkstoff, sie wirkt so richtig schön plastisch:

Passe

Passe Bü

Heute bin ich etwas weitergekommen mit meiner Jacke und habe Freude daran, wie angenehm sich der Walk verarbeiten lässt. Gerade bei den kurvigen Nähten legt er sich ganz wunderbar:

VT aussen

Ich habe mich in der burda 12/2012 etwas kundig gemacht, wie die Walk verarbeiten. Und da gibt es bei zwei Teilen die ganz konventionelle Verarbeitung mit Besatz und bei einem auch mit normalem Futter. So werde ich es bei dieser Jacke auch handhaben. Für ein weiteres Projekt folgt dann irgendwann einmal die „Light“-Variante, wo man z.B. keine Säume macht, sondern einfach abschneidet.
In der burda wurde empfohlen, die Armausschnitte sowie die vordere Schulternaht mit Formband zu bebügeln – klar, dort soll es nicht ausleiern.

Walkjacke Formband

Den Besatz werde ich mit einer leichten Einlage bebügeln, ebenso die Stehkragenteile. Bei dem im Heft beschriebenen Mantel werden laut Burda sogar beide Kragenteile bebügelt.
Den RV habe ich bestellt, der wird hoffentlich die nächsten Tage eintreffen. Futter muss ich noch einkaufen, ich wollte erst einmal sehen, ob ich mir konventionelles Futter bei der Jacke vorstellen kann oder ob es doch besser etwas Stretchiges braucht.

Die Verarbeitung der Nähte kann man übrigens hier nachlesen.

…ist nun definitiv korrigiert und zugeschnitten:

Schnitt korr. Zuschnitt Walkjacke

Nun werde ich den 2-Wege-Reissverschluss mit silbernen Zähnchen bestellen. Ich habe mich gegen weitere Reissverschlüsse in den Teilungsnähten entschieden, das wird mir alles etwas zu massiv und auch arbeitsaufwendig, da man ja verstürzen muss, um sozusagen kleine „Fenster“ für die RV-Zähne zu erhalten, die ja 6mm Platz brauchen würden. Stattdessen wird es dezente Taschen in den Seitennähten geben – so kann ich die Teilungsnähte schön absteppen und die vertikale Linie wird nicht unterbrochen. Vielleicht wage ich mich mal bei einem anderen, kräftigeren Stoff daran – etwa bei Jeans oder festem Baumwollköper.

Die Farbe ist übrigens völlig verfälscht – es ist wohl schon zu dunkel. Selbst mit dem Bearbeitungsprogramm habe ich keine Annäherung hinbekommen.

… habe ich nun doch, denn mit gar zu vielen Einschränkungen und Kompromissen möchte ich nicht ins neue Nähjahr starten.

Es bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten: entweder nähe ich das Mantelmodell, aber aus einem anderen Stoff – oder ich suche einen Schnitt, für den mein jetziges Material ausreicht. Weil ich unbedingt diesen schönen Stoff und diese Farbe nähen möchte, habe ich mich zur zweiten Version entschlossen. Da ich im Sommer einen Schnitt von einer Kaufjacke abgenommen hatte und meine Freundin idgie mir wunderbar und mit kundigem Auge bei den Erweiterungen zur Seite stand  (die Jacke sass, wie immer bei mir, über dem Busen zu eng), habe ich beschlossen, diese Version jetzt einmal zu testen. Es ist eine figurbetonte, flotte RV-Jacke, etwa so soll sie werden:
Walkjacke mit RV TZ
Der Mantelschnitt wird erst einmal auf Eis gelegt und im kommenden Spätsommer dann für einen Übergangsmantel ein Revival erleben. Einen schönen schwarz-weissen Tweed hab ich schon hier liegen… 😎

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