Archive für Beiträge mit Schlagwort: Jersey

…habe ich mal wieder einen kleinen Abstecher in den KBC Lörrach gemacht und auch einiges gefunden.

Hier nun meine Neuerwerbungen (von links nach rechts):

  • Viskosejersey in Zebramuster rot-schwarz-weiss
  • Baumwollrippenstoff mit Elasthan
  • Viskose gewebt mit Zebramuster blau-schwarz-weiss

Ich bin ja eher der Unifarben-Typ, aber bei diesen Mustern habe ich mich doch mal getraut, denn sie sehen recht gut an mir aus. Den rot-schwarzen werde ich wohl eher in vorsichtigen Dosen verwenden (auf jeden Fall zusammen mit unifarbenen Bündchen o.ä., um etwas Ruhe hinein zu bringen), der blaue geht erstaunlicherweise auch gut als grössere Fläche.

Und weiter geht’s:

  • Viskosejersey in Lagunenblau
  • schwerer Viskosecrêpe in rotviolett

Und last but not least:

  • BW-Stretch in schwarz
  • leichter BW-Satin in königsblau

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…in dunklem Marineblau ist fertig. In den Läden finde ich sowas nicht: halsnaher Ausschnitt (um es unter weitausgeschnittene Pullis zu ziehen), ärmellos und in einer Länge, die gut einzustecken geht, aber nicht so lang ist, dass sich alles knubbelt. Ausserdem wurde das Ganze aus dem Reststoff meines letzten selbstgenähten Shirts gefertigt, hat also ausser Zeit auch nix gekostet :mrgreen:

Unterziehshirt ftg

…ist gar nicht so schwierig. Ich habe mir diese Art des Abschlusses von Kaufshirts abgeschaut. Dort sind diese Art Bündchen allerdings oft auch festgecovert, das wäre eine weitere Option.

So geht man vor:

  • Zunächst ausreichend lange Streifen im Querfadenlauf des Jerseys zuschneiden, da dieser die grösste Dehnung aufweist. Die Breite richtet sich nach der gewünschten Bündchenbreite plus NZG. Diesen Wert dann mal 2 nehmen. Nach dem Zuschneiden werden die Streifenlängsseiten links auf links aufeinander gebügelt.Streifen zugeschnitten, gebügelt
  • Da das Bündchen sich anschmiegen soll und an Aussenseiten schmäler als der Ausschnitt sein muss, wird es kürzer zugeschnitten. Wieviel ist ein wenig Ermessenssache, es hängt von der Art des Ausschnitts und von der Dehnbarkeit des Materials ab. Eine gute Methode finde ich es, zunächst den Halsausschnitt doppelt zu legen (Schulternähte aufeinander):

Halsausschnitt legen

  • Nun nimmt man den Streifen und legt ihn an der Kante an. Dabei dehnt man ihn bei den Kurven entsprechend. So bekommt man einen Eindruck, um wieviel kürzer der Bündchenstreifen sein muss:

Bündchen ungedehnt

  • Wie man sieht, sind es einige Zentimeter geworden. Man kann aber auch eine Ratio festlegen, z.B. auf 6 cm Ausschnitt kommen 5 cm Bündchen. Ich als Kontrollfreak teste die Länge des Streifens vorsichtshalber durch eine Heftnaht. So sehe ich gut, wie sich das Bündchen gedehnt verhält und ob mir die Breite gefällt.
  • Edit: Von heidi (siehe Kommentare) kommt der Tipp, die Differenz der Länge von Ausschnittkante (an der Nahtlinie gemessen)  und Bündchenoberkante zu bestimmen. Um diesen Betrag muss sich das Bündchen dehnen lassen.
  • Nach Festlegen der Bündchenlänge schliesst man die Schmalseiten und erhält so einen Ring.
  • Nun werden sowohl Halsausschnitt als auch Bündchen geachtelt. Ich gehe dabei beim Halsausschnitt von den vorderen und hinteren Mitten aus, weitere Punkte sind die Schulternähte. (Edit: Bei sehr tiefen vorderen Halsausschnitten bitte die Empfehlung von idgie13 beachten – siehe Kommentar unten: Die Teilungen nur von VM und HM her vornehmen.)
  •  Dann die Abschnitte dazwischen jeweils nochmal halbieren. Es gibt sicher Leute, die auch gut mit Vierteln auskommen, aber mit den kleineren Abständen kann ich die benötigte Dehnung besser abschätzen. Beim Halsbündchen werden  die Strecken in gleichmässige Achtel aufgeteilt.

8 Teilstrecken

Bündchen achteln

  • Hier nochmal zum Vergleich die verschiedenen Längen der Teilstrecken von Ausschnitt und Bündchen im ungedehnten Zustand:

Differenz Ausschnitt-Bündchen

  • Nun wird der Bündchenring rechts auf rechts so aufgesteckt, dass sich die Markierungen der Teilstrecken treffen. Alle offenen Kanten zeigen in die gleiche Richtung. Auf dem Foto kann man die Mehrweite des Halsausschnittes gut erkennen.

Mehrweite Ausschnitt

  • Die erste Naht wird genäht. Dabei das Bündchen jeweils dehnen. Damit die Naht dehnbar bleibt, verwende ich einen ganz schmalen Zickzackstich:

1.Naht Bündchen

  • Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um nochmal zu checken, ob das Bündchen überall gleichmässig breit angenäht wurde und ob nicht irgendwo irgendwelche Zugaben umgelegt festgesteppt wurden… (woher ich das wohl weiss  🙄  )

Check Bündchenbreite

  • Nun geht’s unter die Overlock. Da ich nachher eine schmale NZG haben möchte, die sich nach dem Feststeppen nicht mehr umlegt, nähe ich die Overlocknaht so, dass die Naht quasi auf der vorher genähten Befestigungsnaht verläuft:

Overlocknaht

  • Auf dem oberen Foto ist bereits die NZG festgesteppt. Dazu steppe ich auf dem Ausschnitt knappkantig ab. Die Stichlänge habe ich etwas vergrössert, so bleibt alles schön dehnbar.
  • Und fertig ist der Ausschnitt:

Halsbündchen ftg 2

…ist fertig.

Shirt ftg BüShirt ftg 2Leider ist es heute so graues Wetter, dass mir kein gut belichtetes Foto gelungen ist.

Ein paar weitere Tragefotos gibt’s wie immer im Garderobenblog.

 

…habe ich, um die Änderungen zu begutachten. Die vorderen Kanten scheinen endlos dehnbar zu sein 😮 , da ist beim nächsten Mal ganz sicher das „Kneifen“ angesagt.

Hier mal ein Ausblick (sorry, das Bild ist recht überbelichtet und mein Spiegel dazu ziemlich schmutzig wie ich sehen muss 😎 )

Ausschnitt Top

…habe ich nach einer nochmaligen „richtigen“ Heftversion gewonnen (das mit den Nadeln ist eindeutig nix für mich 😦   ). Ich werde den Einsatz, der extrem dehnbar ist, noch weiter nach oben ziehen, um ihn etwas straffer zu haben und ebenso auch die vordere Schulterspitze. Allerdings wird dadurch die Schulter breiter – da das Teil vorne ja umgeklappt ist, kann ich die Breite dort nicht reduzieren. Das wäre eigentlich auch kein Problem, wenn nicht der hintere Halsausschnitt noch genug Nahtzugabe bräuchte, um diese umzulegen und festzusteppen. Ich überlege jetzt, am Armausschnitt die Naht etwas weiter nach vorne zu setzen, denn den gesamten Rücken mehr nach innen schieben (das wäre ja die andere Möglichkeit) ist vermutlich keine so gute Lösung, da der Armausschnitt dort schon relativ weit ausgeschnitten ist.
Und hier mal nochmal ein Bildchen, ich glaube, das Teil wird schön. Morgen werde ich dann die Änderungen austesten.

Shirt geheftet

…mit den Originalstoffen (der dunklemarineblaue Stoff ist ein Bw-Elasthan-Jersey, der weisse ein Rest Mikrofaser)  Danach soll laut Anleitung alles zur Anprobe nur mit Stecknadeln zusammengepinnt werden – ich habe ja immer das Gefühl, dass Heften besser wäre, aber ich probiere es diesmal mal so aus, wie es vorgeschlagen wird. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt, nach einer Anleitung vorzugehen :mrgreen:

Einsatz Farbkombi McCalls

…ist eindeutig die bessere (die in blau ohne unterlegtes Mittelstück). In Khaki noch die alte Version mit den drei Falten. Einfach zu viel Stoff für mich – an dieser Stelle brauche ich nicht noch mehr Fülle 🙄

PM 2-3-Falten

Und natürlich möchte ich an dieser Stelle und bei diesem Datum auch allen Leserinnen und Lesern ein „Guets Neus“ (wie man hier sagt)wünschen.

…war das heute mit dem Schnitt. Zunächst habe ich die Variante probiert, dass das Innen“futter“ (d.h. die Doppelung) mit seitlichem Abnäher zugeschnitten wurde. Leider hatte das eine ungute Auswirkung auf den Faltenwurf, und so hab ich doch mit der eigentlich im Schnitt vorgesehenen Doppellagigkeit probiert. Es wurde zum Glück nicht ganz so voluminös wie erwartet und so werde ich es dann machen, da die Vorderkanten so wirklich sehr schön aussehen. Da es bei dehnbarem Material immer eine Lotterie ist, wo der Brustpunkt liegt (das kann man immer erst am Originalmaterial beurteilen) habe ich auch die Falten noch einmal weiter nach vorne verlegt, denn die mittlere Falte sollte ja auf den Brustpunkt zielen. Des weiteren stelle ich immer wieder fest, dass bei mir die Empirelinien an der Seite absacken – aber eigentlich ist das ja logisch: die grössere Vorderlänge ist an der Seite, wo es keine so starke Brustrundung gibt eigentlich überflüssig. Damit die Seitennaht aber wieder stimmt, werde ich diesen „Abnäher“ wieder am Unterteil zugeben müssen. So ganz glücklich bin ich mit der äusseren Falte noch nicht. Ich überlege fast, diese wegzulassen. Sie bringt Fülle an einer Stelle, wo ich diese nicht brauche und legt sich nicht optimal. Sähe es mit nur zwei Falten unharmonisch aus? Ich wäre sehr dankbar über eine Einschätzung von euch.

Die dunkle Oberteilseite  ist die gedoppelte und von den Falten her veränderte Variante:

PM mit Doppelung

 

 

PM Bü…bin ich von dem Probemodell. Ich hatte damit gerechnet, dass die Falten zu massiv aussehen würden – aber das ist nicht der Fall. An mir sieht es allerdings nochmal etwas anders aus als an der Büste. Die einzige Problematik, die ich jetzt noch sehe, ist die doppellagige Verarbeitung. Das werde ich wohl an einer Seite doch einmal ausprobieren. Das Mittelteil (auf dem Foto in Folie untergeheftet) muss ich auch noch anpassen.

Jetzt kann ich mal überlegen, wie ich das Teil gestalte. Ich denke daran, meine Hahnentrittärmel (die ich ja vom letzten Projekt „übrig“ habe) hier zu verbraten. Das eigentliche Shirt wird dann schwarz, der Einsatz weiss. Ich werde mal ein wenig mit meinem Grafikprogramm herumspielen…

 

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