Archive für den Monat: Januar, 2015

…hab ich eingelegt, da meine Schwägerin sich zu Weihnachten Wolle gekauft hatte und sich daraus fingerlose Handschuhe als Geschenk wünschte. Da leider aus Krankheitsgründen der Besuch Ende Dezember ausfallen musste, hat sie mir die Wolle zugeschickt und ich mich direkt ans Werk gemacht, damit sie sie noch in dieser Saison tragen kann. Morgen werden sie verschickt.

Ich hoffe, dass sie passen – es ist ja immer etwas riskant, so etwas „aus der Ferne“ zu stricken. Mützen und Handschuhe probiere ich am liebsten direkt an der Person an.

Handschuhe Julia Handschuh Julia

Eine echte Herausforderung war für mich der Umgang mit dem Nadelspiel Nr.8. Zum Glück war nur ein Finger zu stricken – das ist bei dieser Dicke alles etwas unhandlich…  Aber ich gebe gerne zu, dass ich bekennende Feinstrickerin bin. Meine Lieblingsnadelstärke ist etwa Nr.3

…ist nun definitiv korrigiert und zugeschnitten:

Schnitt korr. Zuschnitt Walkjacke

Nun werde ich den 2-Wege-Reissverschluss mit silbernen Zähnchen bestellen. Ich habe mich gegen weitere Reissverschlüsse in den Teilungsnähten entschieden, das wird mir alles etwas zu massiv und auch arbeitsaufwendig, da man ja verstürzen muss, um sozusagen kleine „Fenster“ für die RV-Zähne zu erhalten, die ja 6mm Platz brauchen würden. Stattdessen wird es dezente Taschen in den Seitennähten geben – so kann ich die Teilungsnähte schön absteppen und die vertikale Linie wird nicht unterbrochen. Vielleicht wage ich mich mal bei einem anderen, kräftigeren Stoff daran – etwa bei Jeans oder festem Baumwollköper.

Die Farbe ist übrigens völlig verfälscht – es ist wohl schon zu dunkel. Selbst mit dem Bearbeitungsprogramm habe ich keine Annäherung hinbekommen.

…des Probemodells konnte ich heute mit meiner lieben Freundin idgie zusammen machen. Eine erste Runde beim Probemodell hatte noch zu wenig Weite über der Brust und leichte Beulen unterhalb der Passe ergeben. Ausserdem das übliche Passformproblem aller Frauen jenseits von Cup D: der Übergang von der stärksten Stelle der Brust (wo man viel Weite braucht) bis zur wieder schmalen Taille (wo man diese viele Weite dann wieder weg haben möchte… )

Das Abstecken meiner weltbesten und scharfäugigen Nähhelferin hat folgende Erkenntnisse gebracht:
An der Weite fehlte gar nicht so viel, sondern an der Vorderlänge unterhalb der Passe. Ausserdem war die Rundung der Brust noch nicht optimal nachgezeichnet. Wir haben nun etwa 7 mm an der VL dazu gegeben und oben die Passenquernaht geöffnet, wodurch das VT sich die Vorderlänge sofort quasi selber holte. Bei der Brustrundung wurde ebenfalls die Teilungsnaht geöffnet und die optimale Rundung festgesteckt. Die neuen Linien sind blau, die alten schwarz.
Der Puppe passt es nun schlechter (immer ein gutes Zeichen ), aber an mir sitzt es jetzt optimal:

Abstecken VT

Die Taillierung konnten wir über das Abstecken des Rückens etwas verstärken, denn ich möchte bei einer Jacke den Übergang von der stärksten Stelle der Brust zur Unterbrust nicht zu krass gestalten. Die Seitennaht war bereits gut wie sie ist, dort hätte ein stärkeres Taillieren nur Schrägzüge gebracht.

Abstecken RT

Wie man sieht, konnten wir im Rücken eine Menge Weite wegnehmen: es sind in Taillenhöhe etwa 4 cm weniger Umfang. Unten haben wir etwas im Rücken geöffnet, denn ich hatte den 15 cm kürzeren Schnitt einfach nach unten weitergezeichnet, aber man braucht natürlich etwas Weite für die Hüfte.

Vielen, vielen Dank an dich, idgie! Ohne dich hätte ich das nicht hinbekommen!
Als nächstes werde ich also nun die alten Schnittteile entsprechend abändern und kann nun auch den Kragen und den Besatz zeichnen – jetzt, wo die Weite und Länge klar sind.

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… habe ich nun doch, denn mit gar zu vielen Einschränkungen und Kompromissen möchte ich nicht ins neue Nähjahr starten.

Es bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten: entweder nähe ich das Mantelmodell, aber aus einem anderen Stoff – oder ich suche einen Schnitt, für den mein jetziges Material ausreicht. Weil ich unbedingt diesen schönen Stoff und diese Farbe nähen möchte, habe ich mich zur zweiten Version entschlossen. Da ich im Sommer einen Schnitt von einer Kaufjacke abgenommen hatte und meine Freundin idgie mir wunderbar und mit kundigem Auge bei den Erweiterungen zur Seite stand  (die Jacke sass, wie immer bei mir, über dem Busen zu eng), habe ich beschlossen, diese Version jetzt einmal zu testen. Es ist eine figurbetonte, flotte RV-Jacke, etwa so soll sie werden:
Walkjacke mit RV TZ
Der Mantelschnitt wird erst einmal auf Eis gelegt und im kommenden Spätsommer dann für einen Übergangsmantel ein Revival erleben. Einen schönen schwarz-weissen Tweed hab ich schon hier liegen… 😎

…, denn mein Stoff reicht nicht aus! So ist das, wenn man zuerst kauft und erst nachher den Schnitt dazu sucht…

Mein Probemodell gefällt mir ganz gut, aber nach Auflage des Schnittmusters auf den Stoff kommt ein Mantel eigentlich ganz klar nicht in Frage, ausser ich verwende einen weiteren 2. Stoff. Und selbst nach Kürzung werde ich mit Müh und Not alles unterbringen. Wahrscheinlich werde ich noch den Schalkragen verschmälern, die ausgestellte Form in eine gerade verwandeln und alle Nahtzugaben auf ein Minimum beschränken müssen. Dieses quasi doppelreihige Modell hat einfach einen ziemlich breiten Übertritt und mein Stoff liegt leider auch noch schmal.

Hier mal erste Eindrücke.

Zunächst die Mantelversion:

PM Mantel

Dann hier mit gekürzter Länge, aber etwas ausgestellt:

PM kurz ausgestellt

Und hier hab ich mal den Kragen schmäler eingezeichnet und versucht, die Weite etwas nach hinten zu streichen, aber das wird jetzt nochmal gescheit abgesteckt. Und natürlich auch noch ein Ärmel eingesetzt.

PM kurz Kragen schmal

Oder doch stressfrei zuschneiden, indem ich für die Seitenteile schwarzen Walk nehme? Denkbar wären dann auch schwarze Paspeln um den Kragen herum. Und ein auffälliger schwarzer Knopf statt des Riegels.

PM kurz colorblock

…ist mein erstes Projekt im neuen Jahr. Ich hoffe, meine Nählust wird sich wieder etwas steigern – die letzten Monate waren da sehr zäh, was vielleicht auch an einer langen Erkältung und ziemlicher beruflicher Belastung lag.

Die Farbe des Stoffes ist schwer einzufangen: im Tageslicht sieht er aus wie Smaragdgrün, im Kunstlicht eher etwas bläulicher Richtung Petrol.

Wollwalk blaugrün

Ein „kleiner“ Mantel soll es werden, die Inspiration dazu stammt aus einem Damen-Rundschauheft. Statt glockiger Weite möchte ich aber eine eher schmälere Form. Der lange Schalkragen gefällt mir sehr gut, auch der Verschluss mit einem Knopf ist schön.

Wollwalkmantel TZ

Den Schnitt hab ich bereits erstellt, jetzt geht es ans Probemodell. Wahrscheinlich habe ich zu stark tailliert, und ob der Schalkragen so richtig gezeichnet ist, weiss ich auch noch nicht. Ich habe diese Art Kragen noch nie verwendet und bin gespannt, wie er herauskommt.

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