Archive für den Monat: September, 2013

…liess sich nicht gerade problemlos zuschneiden und ich bin froh, es geschafft zu haben. Zunächst musste ich feststellen, dass sich etwa 30 cm von der Seitenkante entfernt eine Art „Laufmasche“ auf der ganzen Länge des Stoffes hinzog – zwar nur links sichtbar, aber das war mir doch zu riskant, diesen Fehler mitzuverarbeiten. Also musste ich ganz schön zirkeln, damit ich alle Schnittteile unterbringen konnte und z.B. Ärmel und Besätze einzeln zuschneiden.   🙄
Dann hat dieser Stoff auf der rechten Seite eine Art Querstruktur, die aber nicht überall genau im rechten Winkel zum Maschenlauf auf der linken Seite läuft. Das war mir aber leider erst klar, als ich das erste Teil zugeschnitten hatte, wo ich ganz naiv noch darauf vertraute, dass der korrekte Maschenlauf dann auch rechts ein gutes Ergebnis haben würde. Es ist nicht wirklich schlimm, aber „genau“ wäre es mir lieber gewesen…
Dann gehört dieser Stoff zu der Sorte, wo man nur einmal dran ziehen muss und schon haben die gleichen Teile 2 cm Längenunterschied. Ich bezweifle, dass es mir gelungen ist, irgendwo zwei exakt spiegelgleiche Teile zuzuschneiden. Da der Stoff sich direkt nach dem Zuschneiden hübsch zusammenrollt, werde ich auch nicht darum herumkommen, die NZG mit der Ovi zu versäubern. Ich hoffe, dass das dann diesen Effekt etwas mildert.
Die nächsten Aufgaben sind nun: alles markieren und Einlage für Besätze, Kragenteil und Pattentaschen zuschneiden und aufbügeln. Hoffentlich hält meine geplante Vlieseline auf diesem Stoff.

Das Foto war etwas zu dunkel, deswegen habe ich probiert, die Farbe ans Original anzunähern. Nein, mein Holzboden ist nicht so kräftig honigfarben

Wollfl-jacke Zuschnitt

…hat es dieses Jahr zum ersten Mal auch in unsere südlichen Gefilde geschafft. Es war schon ein Erlebnis – Stand an Stand reihte sich aneinander und man war von der Fülle zunächst erst einmal erschlagen. Idgie und ich machten eine erste Sondierungsrunde um erst einmal nur zu schauen, was aber schon bald nicht mehr konsequent eingehalten wurde 😉

Da ich ein festes Budget hatte, konnte ich nicht besonders schlimm „sündigen“ –  habe aber trotzdem das obere Limit voll ausgeschöpft, was ich eigentlich nicht unbedingt vorhatte.  :mrgreen:

In meine Einkaufstüten sind gewandert: ein neues Stöfflein in smaragdgrün für meinen Faltenrock, der ja im Karostoff nicht so überzeugend war. Dünnere Wollstoffe kauft man wohl besser woanders als auf dem Stoffmarkt, ich habe nichts Ansprechendes gesehen, die meisten Stoffe waren mit sehr hohem Polyesteranteil. Und so habe ich hier zu einem Baumwollsatin mit etwas Elasthananteil gegriffen.

Des weiteren habe ich einen sehr schönen Wollwalk gefunden, der hier bei uns doppelt so teuer wäre. Einen Mantel oder eine Jacke möchte ich daraus nähen. Ebenso wanderten noch etliche Konen Overlockgarn in Farben, die meist nicht im Standardsortiment der Läden zu finden sind in meine Stoffmarkttüten.

Leider gibt das Foto das wunderschöne Smaragdgrün der beiden Stoffe nicht wieder – das oben in dem Rechteck eingefügte Grün kommt der Sache etwas näher, aber das Original ist noch satter und leuchtender – und weniger blaustichig.

Stoffmarkt

…denn der Karostoff erwies sich als nicht kompatibel mit meiner restlichen Garderobe. Mein ungutes Bauchgefühl nahm immer mehr zu: zu wenig klar, zu wenig kontrastreich und auch etwas zu gräulich- gedämpft ist der an und für sich sehr schöne Stoff.  Mit sanfteren Farben, die einen grauen Unterton haben wunderschön zu kombinieren – aber diese Farben lassen mich unscheinbar und gedämpft wirken. Und diese Zeiten, wo ich diese Farben gerne trug und damit aber unbewusst meine Stärke und Klarheit hinter Zurückhaltung versteckt habe, sind endgültig vorbei. Vielleicht finde ich ja noch jemanden, dem ich die Schnittteile „vererben“ kann und der damit glücklicher ist. Der Schnitt an und für sich gefällt mir sehr gut, aber es wird ein anderer Stoff werden.

Also geht es weiter mit dem nächsten Projekt, damit ich eine wärmende Jacke in meinem Schrank vorfinde, wenn der wunderschöne und bislang warme Herbst endgültig kühler und unfreundlicher wird: eine „Wohnjacke“ aus einer Art Wollflausch, der aber gestrickt ist. Die Jacke ist bewusst „oversized“ – normalerweise gar nicht mein Stil, aber nachdem ich durch ein bereits vorhandenes Exemplar gemerkt hatte, wie gut sich so ein Teil kombinieren lässt und wie angenehm es bei Kälte ist, auch noch einen einen dicken Pulli drunterziehen zu können, habe ich sie fleissig getragen. Nun wird es Zeit für ein neues Exemplar in einem leuchtenden dunklen Fuchsia.

Wollflauschjacke TZ

 

…ist immer besonders mühsam beim Zuschnitt und auch beim Nähen. Jedes Teil muss einzeln aufgelegt und justiert werden, damit alle Linien aufeinandertreffen. Das habe ich nun zum Glück hinter mich gebracht und es hat seine Zeit gebraucht – immerhin waren es 13 Teile. Des weiteren habe ich  alle Passenteile mit leichter Einlage bebügelt, denn der Stoff ist recht fragil und es war mir zu riskant, diese Partie irgendwo unverstärkt zu lassen: da wäre das Ausdehnen vorprogrammiert gewesen. Die Tascheneingriffe und auch die Schrägen an den Taschenbeuten habe ich mit Formband bebügelt, auch hier besteht sonst die grosse Gefahr des Ausdehnens. Jetzt kann es endlich ans Nähen gehen!

Zuschnitt

…sind nun zu treffen. Vielleicht habt ihr ja Lust, euch via Kommentar zu beteiligen.
Erste Frage: lang oder kurz? („Kurz“ ist bei mir die längere Variante von burda)

Der Saum fällt bei der kurzen Variante nicht so schön, da das Material etwas steif ist und grob geheftet.

Faltenjupe lange VersionFaltenjupe kurze Version

Zweite Frage: kann ich diesen Rock überhaupt mit eingestecktem Oberteil tragen (was ja eigentlich bei einer Passe sinnvoll wäre?)
Hier mal eine Variante mit kurzem OT drüber – viel länger geht nicht, da sonst die Falten zusammengedrückt werden bzw. nicht mehr sichtbar sind.

Faltenjupe Pulli drüber

Eine Möglichkeit wär auch, einen schmalen Gürtel über die Passe anzuziehen, damit man sieht, wo die Taille ist und nicht den Eindruck erhält, sie begänne direkt unter dem Busen
Gürtelversion mit langer und kurzer Rocklänge:

Faltenjupe lang mit GürtelFaltenjupe mit Gürtel

Und hier nochmal zur Erinnerung, wie der Stoff aussieht:

Faltenjupe Stoff

…ist nun zur Anprobe bereit. Und dann muss ich  viele Sachen entscheiden:  welche Länge sieht am besten aus? Kann ich überhaupt ein Oberteil eingesteckt tragen, was ja eigentlich bei einer Passe sinnvoll wäre? Was aber, wenn diese quasi unter meinem Busen beginnt? Hilft ein schmaler Gürtel, die Proportionen wieder zurechtzurücken? Und was der Fragen mehr sind… 🙄

Faltenjupe PM Bü

Weiter geht es mit dem Faltenrock Modell 118 oder 119 aus der Burda 5-2012.
Ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht.
Mein Stoff ist eine Art Wollmousseline mit einer leicht unregelmässigen Struktur. Er fällt sehr weich, ist also eigentlich für Details wie den „Hosenreissverschluss“ und auch die Patten hinten nicht so recht geeignet.
Ich werde wohl folgende Modifikationen machen:
– der RV wird in die hintere Mitte verlegt
– dadurch kann ich die vordere Passe im Stoffbruch zuschneiden und es spricht auch nichts dagegen (ausser evtl. mangelnder Stoffbreite), das beim Vorderfaltenrock ebenfalls zu tun
– die Taschen werden auch in diesem weichen Material machbar sein und ich finde sie auch ganz witzig
Ich werde diesmal mal nach dem burda-Schnitt gehen. Bei dieser Art von Röcken ist die Hüftlinie evtl. nicht so passformsensibel. Nachbessern werde ich so oder so müssen. Und damit ich nicht völlig daneben liege, werde ich ein Probemodell aus Bomull machen, obwohl das vom Fall her natürlich ganz anders ist. Ich möchte aber gerne schon die ungefähre Passform kennen und sehen, ob meine Ideen funktionieren. Und auch, ob der Rock mir überhaupt steht!
Von der Länge her tendiere ich eher zum zweiten Modell mit 50 cm Länge, was immer noch ziemlich über dem Knie endet. Die Passe bei Burda reicht 4 cm über die Taille nach oben, das ist bei meinen Proportionen sicher nicht so günstig. Ich werde sie also wohl in der Taille beginnen lassen, d.h. einfach so weit nähen, dass sie auf die Taille rutscht, denn die Passe an und für sich ist eher schmal. Je nachdem werde ich das auch nochmal abändern.
So in etwa sieht das Ganze dann wohl aus:

Faltenjupe TZ

…leuchtet mein neuer Jerseyjupe. Ich habe am Futter noch eine kleine Spitze angenäht, damit es sich farblich etwas besser verbindet und auch der Unterrock mal blitzen darf.

Jerseyjupe Futter und Spitze

Und hier das fertige Werk, das allerdings an der Büste ja nie so besonders überzeugend aussieht…

Jerseyjupe rot

Und ein paar Kombinationsideen findet man hier: http://berrysgarderobenblog.wordpress.com/?p=130&preview=true

…versuche ich im Moment fürs Nähen zu investieren. Nicht viel Zeit ist das  – aber es geht auch mit kleinen Schrittchen voran. Ich hoffe, ich werde demnächst mal wieder etwas mehr dafür übrig haben. Heute hab ich endlich das Futter nähen können, das wird nun links auf links mit dem Rock zusammen an der oberen Kante versäubert und damit aneinander fixiert. Anschliessend klappe ich den angeschnittenen Besatz um und werde den Gummi einziehen. Dann noch den Rocksaum umheften, die Futterlänge bestimmen und den Spitzengummi annähen. Als letzten Schritt geht’s dann zu Idgie an die Industriecovermaschine.

Futter Jerseyjupe rot

…hab ich heute betrieben, da am nächsten Donnerstag wieder ein Bh-Nähvormittag mit Idgie geplant ist und ich sonst anfangs Woche keine Zeit mehr finden werde, die nötigen Teile vorzubereiten. Da jedes Cupteil 3x genäht wird (Aussenbezug, stabiles Innenfutter in der Mitte und ein weiches Futter ganz innen auf der Haut), liegen nun 6 Teile parat und warten auf die nächste Runde 🙂

2013_0901grünerBH0003

Und hier hab ich mal den Aussenbezug ein wenig auf einem Bh festgepinnt, damit man in etwa erahnen kann, dass die Teile dreidimensional sind 😎

grüner Bh Bezug

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