Archive für Beiträge mit Schlagwort: Ausschnitt

…ist der Ausschnitt geworden, ganz wie gewünscht.

ausschnitt-fertig

Hier eine kurze Beschreibung, wie ich vorgegangen bin. Ob es wirklich die optimale Verarbeitung ist, wird dann die Tragepraxis zeigen.

Zunächst hab ich rund um den Halsausschnitt eine Stütznaht genäht. Ich setze diese leicht nach innen (etwa 1-2 Nadelpositionen von der geplanten definitiven Naht), damit nachher bestimmt nichts sichtbar ist. Anschliessend wurde der Schrägstreifen zugeschnitten: hier sollte man unbedingt genügend Breite einplanen. Wenn man es bündig haben möchte, wären das zweimal die Nahtzugabenbreite, dazu die doppelte Breite des innen sichtbaren Streifenteils und noch ca. 25 mm bis 1 cm (oder sogar mehr) Zugabe, denn der nächste Schritt ist, dass man den Schrägstreifen beim Bügeln kräftig in Längsrichtung dehnt. So erreicht man eine gewisse Stabilität, dadurch schrumpft aber die Breite ziemlich. (Diesen Tipp und noch viele andere findet man in dem tollen Buch von Lynda Maynard : „Professionell schneidern“, ich kann es nur empfehlen.)

Auch der nächste Trick stammt daraus: den Schrägstreifen an einer Seite etwa 0.5 cm umbügeln, er sieht dann so aus:

abschluss-schr-str

Dadurch kann man dann beim Annähen ganz wunderbar die genaue Stelle des Zusammentreffens der Enden bestimmen:

einschub

An dieser Stelle dann eine Markierung zeichnen, anschliessend die Enden des Schrägstreifens im geraden FL zusammennähen. Der umgebügelte Teil dient als Orientierung.

naht-schrstr

Sieht doch prima aus, nicht wahr? Nicht irritieren lassen, dass ich den Schrägstreifen nicht bündig angesetzt habe. Ich wollte ihn nicht so breit zuschneiden müssen – ich habe vorsichtshalber immer recht viel NZG.

Anschliessend habe ich wie bei einem Beleg weitergearbeitet: die NZG wurden beschnitten, den Futterstreifen habe ich in den Rundungen eingeknipst. Beim Strick habe ich auf die Dehnbarkeit vertraut, in Maschen schneide ich einfach sehr ungern.

Dann wurde das Ganze gewendet, ich habe vorsichtshalber noch die NZG auf den Futterstreifen genäht, um ein Hervorblitzen zu verhindern. Anschliessend wurde dann alles von links nach rechts mit Hexenstich „unsichtbar“ angenäht.

hexenstiche

Das Ergebnis finde ich recht schön anzusehen, hier also die Innenansicht:

innenansicht-fertig

Und last but not least: allen Leserinnen und Lesern es guets Neus!

…kommt mir das Kleid vor. So ganz glücklich bin ich noch nicht damit – ob ich den Ausschnitt doch etwas tiefer machen sollte? Beim Probemodell hatte mir das eigentlich so gefallen. Ich bin auch noch nicht sicher, ob das die bessere Lösung wäre… Die Träger werden aussen noch etwas schmäler, sie sind ja noch nicht verstürzt. Sorry für den Knitter – durch das viele Anprobieren ist der jetzt  besonders gut ausgeprägt. Die Passform finde ich gut, es ist halt ein locker sitzendes Kleid, und das soll es im Sommer ja auch sein.

2.Anprobe LkleidLeinenkleid pink HV

 

… hat das Kleid bekommen. Vogue schreibt nur, man solle die Nahtzugaben doppelt eingeschlagen feststeppen  🙄 Meiner Meinung nach hat das einige Schwachstellen: die eingeschlagene  Kante ist ziemlich dick und eine Ausschnittkante ohne irgendein stabilisierendes Element neigt sehr zum Ausleiern. Da diese Art Ausschnitt bei mehr Oberweite ohnehin Neigung zum Aufklaffen  hat, habe ich ein Gummiband mitgefasst (wobei das noch nicht garantiert, das es nicht klaffen wird – aber immerhin bleibt die Kante stabil).

Hier eine kurze Anleitung, wie das geht.

Zunächst habe ich das Gummiband an die gewünschte Ausschnittkante anstossend mit Zickzackstich ganz leicht gedehnt auf der linken Seite aufgesteppt. So wird die Kante etwas eingehalten.

Gummiband 1.Naht

Anschliessend wird die überstehende Nahtzugabe direkt neben dem Gummi abgeschnitten. (Eine weitere Variante wäre, die NZG genau in Gummibandbreite anzuschneiden 😉  )

Gummiband Schritt 2

Nun das Ganze umklappen und nochmal mit Zickzackstich absteppen. Ich habe das ebenfalls von links gemacht und versucht, ganz nah an der inneren Kante zu nähen.

Gummiband innen

Und so sieht es dann von aussen aus:

Naht aussen

Ausschnitt Jerseykleid

Hier übrigens noch ein Bild des transformierten Abnähers:

Abnähertransformation

…war einfach zu hochgeschlossen, und so hab ich mich überwunden und den schön angenähten Tunnel wieder abgetrennt und den Ausschnitt vertieft. Jetzt sieht das Kleid ein klein bisschen weniger brav aus und gefällt mir viel besser B)
Ich glaube, sonst hätte ich das Teil dann doch nicht angezogen…
Ausschnitt

Diesmal hab ich eine neue Technik ausprobiert und kann sie nur empfehlen: den Ausschnitt hab ich mit einem Gummi (einem flachen, nicht zu festen Gummi, dem sogenannten „Rohgummi“ von Loni) stabilisiert.
Die Schritte sind die folgenden:
1. Kante overlocken
2. Gummi von links aufstecken:

Paisleykleid März 10 014

3. Mit Zickzackstich aufnähen:

Paisleykleid März 10 019

4.Umschlagen und mit der Bogennaht oder wieder Zickzack festnähen (wenn man ganz genau guckt, kann man die Naht erkennen, sie verschwindet aber fast im Stoffmuster):

Paisleykleid März 10 022

Ein schön anliegender, perfekter Auschnitt:
Paisleykleid März 10 Ausschnitt

…von Malu hier zwei Fotos vom Kneifen des Ausschnitts (hier: Halsausschnitt hinten), was verhindern soll, dass dieser absteht.
Man schneidet ein (im VT Richtung Brustpunkt)und schiebt anschliessend den Schnitt etwas übereinander, festkleben, fertig! Ganz einfach 😉
Walkkleid September 09 004Walkkleid September 09 005

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