…war angesagt: aus einem Rest Wildseide, den ich als Hälfte eines langen Jupes identifizieren konnte, wünschte sich mein Freund H. einen Schal.

Schal für Henri

 

Dazu musste ich zwei Bahnen in der hinteren Mitte möglichst „unsichtbar“ miteinander verbinden. Bei diesem Material habe ich mich für eine Kappnaht entschieden.

Hier die Vorderseite (der Schnabel deutet auf den Streifen mit der Naht):Vorderseite Schal

Und die Rückseite mit Kappnaht:

Rückseite Schal

Das ist recht „unsichtbar“ gelungen.

Gerade eben entdecke ich in meinem Reader eine schöne genaue Anleitung der verschiedenen Kappnähte, erstellt von Beswingtes Allerlei

Ich hoffe, das ist o.k., wenn ich die hier verlinke- sonst bitte bei mir melden.

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…in leichter A-Form ist fertig. Bequem, unkompliziert und sehr alltagstauglich. Das Material ist Wolle, es könnte ein kleiner Viskose- oder Seidenanteil darin sein, da es eher weich und leicht ist.

Tweedjupe ftg Bü

Wie immer natürlich gefüttert, ausserdem statt des Ursprungsmodells (Modell 17 aus nähtrends 1/16), das einen Bund vorsah, mit einem Beleg gearbeitet:

Beleg statt BundUnd hier noch ein Tragefoto: OOTD 4.11.18

….und da ich noch allerhand dieser Wollstöffchen in meinem Fundus habe, die von der Länge gerade so für einen Jupe ausreichend sind, habe ich beschlossen, dass ich als nächstes Projekt einen leicht ausgestellten A-Jupe nähe. Er wird etwas über dem Knie enden, im Winter kann man diese Länge mit Strumpfhosen und Stiefeln gut tragen.

Hier die TZ und die Ansicht des Stoffs, der allerdings „in echt“ kleiner skaliert ist. Er ist ziemlich weich, ich hoffe, es ist dennoch etwas von der A-Form sichtbar.

Tweedjupe TZ

Das Modell ist sehr anspruchslos, deshalb bin ich für meine Verhältnisse schon relativ weit gekommen 😉

Tweedjupe

Da ich bei meinen eigenen Entwürfen mit A-Linien-Röcken bislang nicht so sehr gute Ergebnisse hatte, habe ich mal zu einem Fertigschnittmuster aus einem meiner vielen Nähhefte gegriffen. Durch die Mittelnaht können die Rockbahnen auch in der VM etwas ausgestellt werden, und ich glaube, dass genau das für den guten Fall sorgt.

Das Modell ist aus dem Heft „nähtrends“ 1/16, einem deutschen Abkömmling der ehemaligen „patrones“. Die Masstabelle im Heft lässt vermuten, dass die spanischen Frauen wohl eher Sanduhrfiguren haben  (die Taille ist im Verhältnis zu den restlichen Körpermassen viel schmäler konzipiert als in anderen Heften aus Holland oder Deutschland), was mir entgegen kommt.

Ich habe allerdings den Bund wegen meiner kurzen Taille weggelassen und werde wie immer innen einen Besatz arbeiten.

….sprich: das kobaltblaue Jerseykleid ist endlich „gelandet“, nachdem es fast 2 Monate herumlag und ich es nun für den nächsten Sommer wegpacken kann 🙄

Sommerjerseykleid 18 ftg Büste

Wie man sieht, habe ich die schwarze Blende nun doch nicht gemacht, da durch die schmalen Träger die Blendenbreite proportional soweit  verringert werden musste, dass sie zu schmal geworden wäre und daher der kontrastierende Effekt ohnehin nicht mehr so richtig zur Geltung gekommen wäre. (Auf der Büste musste ich das Kleid wegen der Brustabnäher etwas höher ziehen, die Träger sehen deshalb breiter aus, als sie sind.)

Da ich möglichst erst unfertige Objekte beende, bevor ich mir erlaube, etwas Neues zu beginnen, musste ich also einfach ran und habe es auch gut zu Ende gebracht. Wie immer war es mehr Arbeit als vermutet, da ich sowohl bei der Blende als auch beim Gürtelteil einiges handsticheln musste. Mit dem Steppen im Nahtschatten stehe ich absolut auf dem Kriegsfuss. Wie geht es euch damit? Es gelingt mir nicht, es so zu nähen, dass man nachher keine Stiche mehr sieht, ausser vielleicht bei einem Wollstoff, wo die Stiche besser „versinken“. Gibt es da irgendeinen Trick?

Also blieb nur geduldige Handarbeit…

F-S-UWYH0003

Da ich das Kleid ohne Reissverschluss arbeiten wollte, musste das Gürtelteil entsprechend dehnbar sein. Deswegen habe ich auf das obere Gürtelteil ein durchsichtiges Gummiband (Framilon) aufgenäht, das sich aber als etwas mühsam erwies: der Transport war nur mittels eines Papierstreifens zu bewerkstelligen und beim Bügeln verträgt es nur ganz schwache Temperaturen…. *schmürzel*

 

 

 

Die Armausschnitte habe ich wieder nach dieser Methode gearbeitet. So wird bestimmt nichts ausleiern:

Blende und Armausschnitte

Hier noch zwei Tragefotos.

…und ich fast jeden Tag frühmorgens zum Freibad für eine kurze Schwimmrunde radle, ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich kein wirklich unkompliziertes Jerseykleid habe, das man so eben mal schnell überwirft, das ohne Reissverschluss funktioniert und auch noch velotauglich ist.

Mit meiner aktuellen Kleiderauswahl muss ich entweder Verrenkungen in der Kabine machen (RV im Rücken…) oder die Rockweite ist wahlweise zu eng oder zu voluminös, sodass ich nicht gut Velofahren kann.
Und so muss das Schösschentop noch etwas warten, da meine engen Jupes im Moment ohnehin eher nicht zum Einsatz kommen.
Hier ist mein neuester Entwurf:

Sommerjerseykleid 18 TZ

Wer hier öfters mitliest, hat es sicher gleich erkannt: ab dem Gürtel handelt es sich um dieses Kleid hier, für das Oberteil habe ich meinen Jerseyshirtschnitt hergenommen, der keinen so riesigen Abnäher hat. Die schwarze Blende sorgt für Kontrast, den ich ja immer gerne einbaue. Der kobaltblaue Jersey liegt schon eine ganze Weile in einer meiner Stoffkisten, also wieder mal ein echtes UWYH -Projekt.

…wollte ich immer schon mal probieren. Mit meinem gut sitzenden Kleidoberteil konnte ich das nun in Angriff nehmen.

Geplant war in etwa so ein Modell:

Peplumtop

Das hier ist als erstes Probemodell dabei herausgekommen:

Schösschentop PM Bü

Eigentlich war das Oberteil für meine weiten Röcke geplant. Schon einige Zeit fühle ich mich in meinen engen T-Shirts, die ich meist dazu trage, nicht mehr so recht wohl.

Es zeigte sich aber, dass von dern Proportionen her dieses Modell viel besser zu meinen Bleistiftröcken passt:

Schösschentop PM

Für weite Röcke müsste das Ganze kürzer sein und evtl. das Peplum noch mehr ausgestellt, damit die Taille besser zur Geltung kommt (zumindest als Illusion 😉 )

Vielleicht werde ich mit diesem Probemodell noch eine weitere kleine Bastelei vornehmen. Zunächst werde ich aber diese Variante aus einem weissen Popelin nähen, der sich im Fundus befindet. Er ist etwas zu steif als Bluse und ich kann mir als dieses Top gut vorstellen.

Weitere Änderungen gegenüber meiner TZ werden sein, dass ich die Schulterpassen nun doch nicht einbaue. Ich hatte sie geplant, um die Teilung der Schulternaht zu vermeiden, aber diese Naht finde ich nun doch gar nicht so störend. Da man die NZG voraussichtlich durcheinen sehen wird, bringt die Quernaht ausserdem eher ungewollte Unruhe hinein.

Ich habe auch beschlossen, die Ärmel bei diesem Modell aus dem festeren Stoff wegzulassen. Auch der V- Ausschnitt wird noch etwas abgerundet und grosszügiger.

Den Kleidoberteilschnitt habe ich wie folgt abgewandelt:

Statt des zweiten Abnähers, der ja in steiferem Stoff zum Tüten neigt, habe ich stattdessen eine Naht eingebaut. Statt des Gürtelteils wurde die beim Kleid vorhandene etwas höher liegende Taille nach unten zur realen Taille verlängert, das Peplum habe ich aus dem unter der Taille abgezeichneten Kleidergrundschnitt durch Zulegen des vertikalen Abnähers erhalten.

Schösschentop Schnitt VT

….ging es heute weiter.

Ich habe

  • einen gelösten Hosensaum wieder angenäht
  • die ausgerissene Kante eines Schals rouliert:

Saum ausgerissen

Saum rouliert

Konzertschal

  • bei einem Jupe, der nur ein Jerseyband als Bundabschluss hatte einen Tunnel genäht und einen Gummi eingezogen. So ist eher sichergestellt, dass er sich nicht gegen Süden selbstständig macht.Gummizug Jupe

Jupe s-w-Motiv

  • ein T-Shirt gekürzt. Da ich es mit der verspielten Schleife wohl eher zu Jupes tragen werde, wäre es sonst viel zu lang gewesen. Seit ich Bauschgarn verwende, bin ich richtiger Fan meiner Cover geworden. 😀Saum CoverShirt KA marine mit Schleife
  • bei einem Seidenpulli klaffen wohl aus Altersgründen einige Nähte auf (die sind wohl nicht für die Ewigkeit, die ich diesen bereits Pulli trage, geschaffen). Die werde ich jetzt als letzte Tat in meinem Flick- und Änderungsanfall noch schliessen.

 

…habe ich heute von meinem Änderungsstapel abgearbeitet.

  • eine schmale Skinny-Jeans in Kobaltblau gekürzt
  • bei meinem Zebratop im Futter Schlitze mit Stabilisierung eingearbeitet, da der Alltag zeigte, dass ich es wohl zu gut gemeint hatte mit dem Engermachen 🙄
  • ein Streifenshirt etwas oberweitenkompatibler gemacht.

Hier sieht man, dass es etwas traurig an mir herunterhängt, vorne hochzieht und auch eine hässliche Falte unterhalb des Armausschnitts bildet:

Klarer Fall, hier fehlt der Abnäher für die grössere Oberweite. Dafür habe ich die Seitennähte aufgetrennt und die Abnäher am Körper geformt. Leider waren sie dann optisch sehr auffällig in dem Streifenmuster, sodass ich die Idee wieder verworfen habe. Stattdessen habe ich nun den Abnäherinhalt eingekräuselt und dann wieder ans Rückenteil genäht. Dadurch wird natürlich die vordere Länge des Shirts entsprechend kürzer. Da es sich um ein Vokuhila-Shirt handelte, ist jetzt das „Hinterteil“ proportional etwas zu lang – da muss ich also auch noch ran und kürzen sowie den Saum neu nähen. Das war nun doch ein wenig mehr Arbeit als gedacht. Aber ich mag die Farben des Shirts sehr, deswegen durfte es mit: weiss, kobaltblau und ganz dunkles Marine.

Hier nun die zwei Varianten: Abnäher und Kräuselung. Sorry für das verschwommene zweite Bild, es war schon zu dunkel.

Und last but not least habe ich aus meiner Kaschmir-RV-Jacke den Reissverschluss und auch die Tresse, die den Untertritt bildete, herausgetrennt. Das kann man beides noch verwenden. Leider ist die Jacke hinüber – sie war so abgetragen, dass die fadenscheinigen Stellen nun Löcher gebildet hatten…

F-S-UWYH0034

…hab ich nun fertig und gestern Abend schon ausgeführt.

Sommerkleid 18 ftg Bü

Tragefotos wie immer im Garderobenblog.

…ist bei so weiten Kleidern angesagt, und ich bin dann immer froh, dass es Nähmaschinen gibt und ich nicht von Hand die vielen Meter bewältigen muss.

Beim Zuschneiden des Futters gab es noch eine kleine Überraschung: es war nicht ganz so breit wie benötigt und daher habe ich kurzentschlossen im Futter die Kellerfalte vorne im Rockteil weggelassen. Es bauscht dann evtl. etwas weniger an dieser Stelle, andererseits bin ich aber nicht unglücklich, wenn so etwas Volumen in der Bauchregion wegfällt.

Futter ohne Kellerfalte

Die Säume habe ich wie bereits hier beschrieben gearbeitet. Ich finde das Ergebnis immer gut, da man bei diesen schmalen Säumen nicht mit so viel Mehrweite kämpfen muss.

Hier ein Blick von innen und aussen:

Säume innen

Säume aussen

Da es bereits ziemlich spät ist, wird da Abschlussfoto nachgereicht.

 

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