Archive für Kategorie: Schnitterstellung

….habe ich nirgends in den Läden gefunden: für meine Körperform ist das ja immer schwierig, wenn es einigermassen auf Figur gehen soll und auch weil die Konfektion für meine Oberweite einfach nichts anbietet. Auch die Länge ist in den seltensten Fällen optimal. Also hilft nur selber nähen!

Mein gewünschtes Modell soll

  • so kurz sein, dass ich es auf meine schmalen und evtl. auch auf die weiten Röcke anziehen kann
  • die Armlöcher sollen gut anliegen
  • es soll einen Kragen haben
  • reinweiss sein
  • aus Naturfaser (allenfalls mit ein wenig Elasthan) sein
  • etwas locker geschnitten sein, aber dennoch Figur zeigen

Diese Kriterien konnte keine der probierten Kaufblusen gesamthaft erfüllen.

Also habe ich meinen Kleidergrundschnitt genommen und fing mit dem Basteln an. Zunächst wollte ich die Wiener Naht nicht über den Brustpunkt laufen lassen, aber mein riesiger Abnäher liess den kleinen horizontalen Abnäher wieder mal viel zu viel Inhalt haben – und da ist das „Tüten“ leider vorprogrammiert. Also habe ich mit doch für eine über den Brustpunkt laufende Naht entschieden. Wie immer brauche ich zusätzlich in den Seiten vertikale Abnäher.

Insgesamt habe ich alle Abnäher etwas schmäler gemacht, damit die Bluse schön locker sitzt. Ich werde einen angeschnittenen Besatz arbeiten, bei den Armlöchern evtl. mit Schrägstreifen verstürzen oder auch Besätze zuschneiden – mal sehen.

Im Rücken hab ich die hintere Mitte gerade gestellt und deshalb die Abnäher eher etwas breiter gelassen. Auch dort wird es 4 Abnäher sowie Schulterabnäher geben.

Der Stoff ist ein leichter reinweisser Baumwollstoff mit kleinem Elasthananteil.

Sommerbluse TZ

Ich hatte noch kleine Vintage-Blusenknöpfe im Fundus, die werden nun zum Einsatz kommen:

Vintageknöpfe

 

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…sind als Ideengeber durchaus nicht zu verachten.

Ich habe mir aus dem Heft 4/2007 ein Wickeloberteil heraus gesucht und bereits auf meinen T-Shirt-Grundschnitt adaptiert.

Wickeltop nach burda 4-07 Mod 107

 

Vom Original übernommen sind die Saumschwünge und die Konstruktionsidee. Ich habe auf meinem Grundschnitt die Empire-Linie festgelegt, die natürlich bei mir wegen der Oberweite viel tiefer liegt. Ausserdem muss mein Modell Brustabnäher haben. Die Länge wird stark gekürzt, wie ich es immer benötige, wenn ich das Teil zu einem Jupe tragen möchte.

Der Stoff ist aus meinem Fundus: ein Viskose-Jersey mit kleinem graphischen Muster.

Das Probemodell habe ich auch bereits erstellt. Es sitzt schön und wirkt viel besser als ich es nach den burda-Fotos vermutet hätte:

Wickeltop Probemodell

…und ich fast jeden Tag frühmorgens zum Freibad für eine kurze Schwimmrunde radle, ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich kein wirklich unkompliziertes Jerseykleid habe, das man so eben mal schnell überwirft, das ohne Reissverschluss funktioniert und auch noch velotauglich ist.

Mit meiner aktuellen Kleiderauswahl muss ich entweder Verrenkungen in der Kabine machen (RV im Rücken…) oder die Rockweite ist wahlweise zu eng oder zu voluminös, sodass ich nicht gut Velofahren kann.
Und so muss das Schösschentop noch etwas warten, da meine engen Jupes im Moment ohnehin eher nicht zum Einsatz kommen.
Hier ist mein neuester Entwurf:

Sommerjerseykleid 18 TZ

Wer hier öfters mitliest, hat es sicher gleich erkannt: ab dem Gürtel handelt es sich um dieses Kleid hier, für das Oberteil habe ich meinen Jerseyshirtschnitt hergenommen, der keinen so riesigen Abnäher hat. Die schwarze Blende sorgt für Kontrast, den ich ja immer gerne einbaue. Der kobaltblaue Jersey liegt schon eine ganze Weile in einer meiner Stoffkisten, also wieder mal ein echtes UWYH -Projekt.

…wollte ich immer schon mal probieren. Mit meinem gut sitzenden Kleidoberteil konnte ich das nun in Angriff nehmen.

Geplant war in etwa so ein Modell:

Peplumtop

Das hier ist als erstes Probemodell dabei herausgekommen:

Schösschentop PM Bü

Eigentlich war das Oberteil für meine weiten Röcke geplant. Schon einige Zeit fühle ich mich in meinen engen T-Shirts, die ich meist dazu trage, nicht mehr so recht wohl.

Es zeigte sich aber, dass von dern Proportionen her dieses Modell viel besser zu meinen Bleistiftröcken passt:

Schösschentop PM

Für weite Röcke müsste das Ganze kürzer sein und evtl. das Peplum noch mehr ausgestellt, damit die Taille besser zur Geltung kommt (zumindest als Illusion 😉 )

Vielleicht werde ich mit diesem Probemodell noch eine weitere kleine Bastelei vornehmen. Zunächst werde ich aber diese Variante aus einem weissen Popelin nähen, der sich im Fundus befindet. Er ist etwas zu steif als Bluse und ich kann mir als dieses Top gut vorstellen.

Weitere Änderungen gegenüber meiner TZ werden sein, dass ich die Schulterpassen nun doch nicht einbaue. Ich hatte sie geplant, um die Teilung der Schulternaht zu vermeiden, aber diese Naht finde ich nun doch gar nicht so störend. Da man die NZG voraussichtlich durcheinen sehen wird, bringt die Quernaht ausserdem eher ungewollte Unruhe hinein.

Ich habe auch beschlossen, die Ärmel bei diesem Modell aus dem festeren Stoff wegzulassen. Auch der V- Ausschnitt wird noch etwas abgerundet und grosszügiger.

Den Kleidoberteilschnitt habe ich wie folgt abgewandelt:

Statt des zweiten Abnähers, der ja in steiferem Stoff zum Tüten neigt, habe ich stattdessen eine Naht eingebaut. Statt des Gürtelteils wurde die beim Kleid vorhandene etwas höher liegende Taille nach unten zur realen Taille verlängert, das Peplum habe ich aus dem unter der Taille abgezeichneten Kleidergrundschnitt durch Zulegen des vertikalen Abnähers erhalten.

Schösschentop Schnitt VT

…des Schnitts hat etwas Zeit gebraucht, da ich dafür Hilfe brauchte.

Die Abnäherverlegung funktionierte wie gedacht, aber einige Linien mussten verbessert werden, z.B. die Rundung des Seitenteils. Wegen einer kleinen Asymmetrie werde ich das VT offen zuschneiden. Auf der rechten Seite musste ein grösser Betrag weggekniffen werden als links.

VT Änderungen

Beim Rückenteil wurde der Schulterabnäher etwas schräger gestellt, der vertikale Abnäher vertieft (durch die geradegestellte HM war alles etwas weit) und vor allem die Taille im mittleren Teil angehoben. Ausserdem wurde noch der hintere Armausschnitt leicht vertieft.

RT Änderungen

Dann habe ich das Jupeteil entsprechend der Oberteilschnittteile aus dem Knip-Schnittmuster abgezeichnet. Vorder- und Rückenteil sind bei mir unterschiedlich breit. Entsprechen wurden die Seitenlinien korrigiert. Die Faltentiefen wurden so übernommen und die Brüche sollten jeweils auf den Abnäher bzw. die Wienernaht treffen.

Jetzt kann es endlich weitergehen.

Schnitt Sommerkleid korrigiert

 

…aus Baumwollstoff, der wahrscheinlich schon über 10 Jahre in den Tiefen meiner Stoffkisten ruhte wird mein nächstest Projekt.

Inspiration dazu war ein Kleid aus einer alten Knip (Nr. 7 Juli 2012), das ich wir immer auf meinen Grundschnitt adaptieren möchte.

Hier mal mein Stöffchen und die technische Zeichnung, bei der ich bereits die Zusatzabnäher eingezeichnet habe, Näheres dazu siehe unten.

Sommerkleid 18 Stoff

Sommerkleid 18 TZ

Und beide zusammen:

Sommerkleid 18 TZ 2

Das Kleid hat Wienernähte im VT, vertikale Abnäher im RT, ein Gürtelteil, der RV sitzt in der Seitennaht und das Rockteil mit Seitennahttaschen ist in Falten gelegt. Es soll gefüttert werden, die Länge wird voraussichtlich knieumspielend.

Wie man in der TZ erkennen kann, verläuft die Wienernaht nicht über den Brustpunkt, sondern daneben. Bei kleinerem Cup ist das kein Problem, der Brustabnäher ist kleiner, man legt ihn zu und drückt die entstehende kleiner Beule einfach platt. Bei grösserer OW ist das nicht möglich, man benötigt einen Zusatzabnäher, der entsteht, wenn man den von oben kommenden grossen Brustabnäher schliesst (siehe kleine rote Linie, die aufs Seitenteil zu eingezeichnet ist:

Da dieser kleine Abnäher nochmal gekürzt werden soll, ist der Winkel dann recht gross und neigt meiner Erfahrung nach zum Tüten. Deswegen möchte ich diesmal stattdessen einen zweiten Abnäher einbauen:

Im Rückenteil wird der Abnäher ebenfalls etwas verschoben, damit er über dem Faltenbruch liegt. Ich bin mir zur Zeit darüber noch etwas unschlüssig, wie man erkennen kann 😉 :

GS RT

Ausserdem wurde die hintere Mitte geradegestellt, da der RV in der Seitennaht ist und so das Rückengürtelteil nicht unterbrochen werden muss. Deswegen muss der Abnäher entsprechend auch noch vergrössert werden.

 

 

 

 

 

…habe ich diesmal den Ausschnitt mit einem Jerseyoberteil verstürzt. In der Konfektion ist mir schon öfters aufgefallen, dass die „edleren“ Shirts so verarbeitet sind. Dadurch erhält man schöne, präzise gearbeitete Ausschnitte, ohne einen Besatz zu benötigen. Die mag ich bei Jerseys ohnehin nicht so besonders… Da mein Stoff ja eher eine dickere Qualität ist, war ein Verstürzen mit dem gleichen Material nicht möglich. Ich habe also dazu einen dünneren Jersey gewählt. Meine anfängliche Idee, mit Schrägband einzufassen habe ich nach einem Versuch verworfen: es sah einfach bei dem V-Ausschnitt nicht gut genug aus. Mit einer runden Halslinie hätte es wohl funktioniert.

Hier schon einmal das Ergebnis, das recht ansprechend aussieht. Allerdings wird dann erst der Praxistest erweisen, ob die Idee wirklich gut war. Ich sehe schon, dass ich das „Futter“ sehr gut an den Armausschnitten werde fixieren müssen, damit sich nichts nach innen „vorarbeitet“ und aus dem Ausschnitt blitzt.

Ausschnitt verstürzt

Im Oberteil befindet sich bei mir leider ein riesiger Brustabnäher, den ich dann jeweils beschneide und ausbügle:

 

Für das „Futter“-Oberteil wollte ich diesen Abnäher nicht duplizieren, deshalb habe ich den Schnitt entsprechend geändert. Ich habe die Schnittteile nur bis zur Taille kopiert.

Beim VT wurde der seitliche Brustabnäher in die Schulter gelegt:

 

 

 

Beim Rückenteil bin ich etwas unorthodox vorgegangen und habe einfach weggekniffen (= eingeschnitten und zugelegt). Ich denke, der dehnbare Jersey wird das verzeihen.

 

 

 

Nach diesem Schnitt habe ich das Jerseyoberteil genäht und es dann wie einen Besatz angenäht, d.h. rund um den Halsausschnitt rechts auf rechts festgenäht und beschnitten sowie anschliessend die NZG auf dem „Besatz“ festgesteppt.

Futter wie Besatz annähen

So sieht das Ganze von innen aus:
Futter innen

Und zum Schluss schon ein kleiner Blick aufs Ganze (noch ohne verstürzten Halsausschnitt), wo ich auch einen Testärmel eingesetzt habe, um die Länge der Manschette (die auch noch nicht dran ist) abschätzen zu können. Durch das Einkräuseln geht da ja zuweilen etwas an Ärmellänge verloren.

Heftversion mit Ärmel

 

 

…habe ich am Schnitt, denn die grosse Einhaltweite mit dem drohenden „Schwangereffekt“ liess mir keine Ruhe. Meine zweite Lösung finde ich etwas kurvenfreundlicher: einen Teil der Weite habe ich nun doch in einen seitlichen Brustabnäher genommen und so wurde die Weite über dem Bauch deutlich reduziert. Der Querabnäher ist jetzt weniger ausladend und das abdeckende Ripsband kann kürzer werden, was auch etwas weniger massiv aussieht.

 

 

…meines Lieblingssommerkleids, das mich jetzt über 9 Jahre begleitet hat und nicht mehr so ganz gut in Schuss ist steht als nächstes auf meinem Programm. Der Schnitt ist in der neuen Runde etwas optimiert: das Modell hatte Träger aus Ripsband, die es inzwischen nur noch aus Polyester gibt, was ich nicht so gerne auf der Haut trage und welche auch schon beim alten Kleid immer Tendenz zum Rutschen hatten. Deswegen werde ich nun „normale“ Träger arbeiten. Die Raffung vorne habe ich schon beim ersten Modell etwas breiter verteilen müssen, da es bei grösserer Oberweite nicht so gut aussieht, wenn sich alles in der Mitte ballt und dann viele Schrägfalten auf die Brust zu gehen. Das alte Kleid hatte ich noch nach einem anderen Grundschnitt erstellt, beim neuen Modell ist der Brustabnäher grösser und auch die Empirenaht, die vorher fast zu hoch sass wurde leicht tiefer gesetzt. Jetzt habe ich etwas mehr Einhaltweite, aber für die OW brauche ich die auch. Der Stoff ist wie beim alten Kleid ein gross skaliertes Blumenmuster, das Material eine leichte Baumwolle. Mal sehen, wie das dann fällt.

TZ Blumenkleid Juli 17Im Prinzip bin ich bei der Schnitterstellung wieder genau wie hier beschrieben vorgegangen.

Ein Probemodell fürs Oberteil habe ich auch schon genäht, der Ausschnitt muss noch ziemlich gekniffen und auch noch etwas mehr V-förmig ausgeschnitten werden.

PM Oberteil Kleid

 

…aus einem leichten BW-Stoff mit Zebradruck ist mein nächstes Projekt. Ich werde eine dünne 3/4-Leggings darunter tragen, denn meine Minizeiten sind definitiv vorbei. Der Stoff hat schon einige Lagerzeit hinter sich: Stoffkauf im Februar 16

Nachdem ich mich hier  schon erfolgreich im Tragen eines Zebramusters geübt habe, kommt nun die Steigerung des Musters in Blau 😉

So in etwa wird es dann wohl aussehen:

TZ Zebrakleid

Mein Kleidergrundschnitt hat nun schon 7 Jahre auf dem Buckel und jedes Mal, wenn ich ihn verwende, denke ich voll Dankbarkeit an meine Freundin idgie13, die ihn mir so wunderbar direkt am Körper abgesteckt hat. Er leistet mir auch nach so vielen Jahren immer noch treue Dienste!

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