Archive für Kategorie: Muslin

…habe ich am Schnitt, denn die grosse Einhaltweite mit dem drohenden „Schwangereffekt“ liess mir keine Ruhe. Meine zweite Lösung finde ich etwas kurvenfreundlicher: einen Teil der Weite habe ich nun doch in einen seitlichen Brustabnäher genommen und so wurde die Weite über dem Bauch deutlich reduziert. Der Querabnäher ist jetzt weniger ausladend und das abdeckende Ripsband kann kürzer werden, was auch etwas weniger massiv aussieht.

 

 

…meines Lieblingssommerkleids, das mich jetzt über 9 Jahre begleitet hat und nicht mehr so ganz gut in Schuss ist steht als nächstes auf meinem Programm. Der Schnitt ist in der neuen Runde etwas optimiert: das Modell hatte Träger aus Ripsband, die es inzwischen nur noch aus Polyester gibt, was ich nicht so gerne auf der Haut trage und welche auch schon beim alten Kleid immer Tendenz zum Rutschen hatten. Deswegen werde ich nun „normale“ Träger arbeiten. Die Raffung vorne habe ich schon beim ersten Modell etwas breiter verteilen müssen, da es bei grösserer Oberweite nicht so gut aussieht, wenn sich alles in der Mitte ballt und dann viele Schrägfalten auf die Brust zu gehen. Das alte Kleid hatte ich noch nach einem anderen Grundschnitt erstellt, beim neuen Modell ist der Brustabnäher grösser und auch die Empirenaht, die vorher fast zu hoch sass wurde leicht tiefer gesetzt. Jetzt habe ich etwas mehr Einhaltweite, aber für die OW brauche ich die auch. Der Stoff ist wie beim alten Kleid ein gross skaliertes Blumenmuster, das Material eine leichte Baumwolle. Mal sehen, wie das dann fällt.

TZ Blumenkleid Juli 17Im Prinzip bin ich bei der Schnitterstellung wieder genau wie hier beschrieben vorgegangen.

Ein Probemodell fürs Oberteil habe ich auch schon genäht, der Ausschnitt muss noch ziemlich gekniffen und auch noch etwas mehr V-förmig ausgeschnitten werden.

PM Oberteil Kleid

 

…habe ich gerade gemacht. Das Jerseykleid aus der Märzausgabe der Fashion Style (die ich vor einigen Jahren in Holland öfters als knip gekauft habe) gefiel mir recht gut und die Lust auf ein schnelles Frühlingskleid ohne grossen Aufwand liessen mich zu meinem Jerseyshirt-Schnitt greifen und daraus das Kleid ableiten.

Zunächst habe ich einige kleine Veränderungen vorgenommen. Da ich mit den grossgewachsenen Holländerinnen nicht mithalten kann, habe ich einige Proportionen etwas verändert: die Blende wurde etwas schmäler gemacht (4 cm statt 5) und auch der Taillenbund wurde von 6 cm auf 5 cm gezeichnet.

Hier mal der optische Vergleich:

Dann habe ich aus dem Schnitt die Ausschnittform übernommen, dabei meinem Brustansatz entsprechend die Höhe desselben festgelegt. Die Blende und das Gürtelteil habe ich anschliessend in meinen Schnitt eingezeichnet:

Blende

Nach dem Ausschneiden der Blende und des Gürtelteils wird der Abnäher in die Kräuselweite verlegt. Im Schnitt habe ich nachgemessen, wieviel Mehrweite dort angegeben war und in etwa übernommen. 2 cm davon stammten von meinem Abnäher.

So sehen die Einschnittlinien aus:

Einschnittlinien

Diese werden eingeschnitten und aufgesperrt:Aufsperren

Anschliessend kann das neue Schnittteil gezeichnet werden:

Vt fertigUnd da bei mir nichts ohne Probeteil geht, habe ich aus Reststoff ähnlicher Qualität noch schnell ausprobiert, wie es aussehen wird. Mein Originalstoff ist ein leuchtendgrüner Viskosejersey, etwa wie auf der TZ oben. Der Probejersey war sehr labberig und verzog sich schnell, beim Original werden dann die unteren Blenden verstärkt und damit wohl diese Neigung zum Verziehen etwas eingedämmt.

Jerseykleid FS PM

 

… war das Erstellen dieses Schnitts und hat mich einiges an Geduld gekostet. Mal war das Halsloch zu tief, dann zu hoch, schliesslich musste es noch breiter gemacht werden. Auch mit dem Abnäher hatte ich zu kämpfen, bis er die gewünschte Position hatte.

Aber jetzt ist es doch in etwa so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe nur korrigierte Seite im Bild, auf der anderen Seite ist der Abnäher noch falsch platziert.

Der weite Ausschnitt muss noch etwas gekniffen und auch noch etwas höher gesetzt werden, sonst ist das Teil nicht alltagstauglich. Da das geplante Material doch etwas kräftiger als ein dünner Blusenstoff ist, habe ich es nicht so grosszügig weit wie in der TZ gemacht. Ich bin schon sehr gespannt, wie mein Stoff dann fallen wird.

Hat jemand Interesse an einem kleinen Tutorial zum gebauschten Ärmel und Stehkragenkonstruktion? Dann einfach einen Kommentar hinterlassen.

…sind nicht dramatisch, aber müssen auch gemacht werden 😉

Die Anprobe hat ergeben:

  • dass ich dieses Auflockern des Armloches, das bei M&S immer angegeben wird, einfach nicht mehr machen sollte. Das ist bestimmt schon das dritte Mal, dass ich das feststelle. Jetzt muss ich es mir endlich einmal merken!
  • dass nach dem Wegkneifen aus dem Armloch und einem Anheben in der Taille (auslaufend zum seitlichen Abnäher) die vorher durchhängende Seitennaht nun korrekt ist
  • dass mein BP tiefer liegt und ich die Abnäher verkürzen muss. Auch etwas weniger Tiefe wäre ratsam.
  • dass ich den Mantel unten wieder etwas gerader statt ausgestellt haben möchte
  • dass der Gehschlitz (den ich schon viel tiefer genäht hatte) noch 3-4 cm tiefer beginnen darf
  • dass der Rücken ganz o.k. ist 😀
  • dass meine linke Schulter etwas tiefer ist, was ich ggf. ausgleichen werde. Es ist aber nur minimal sichtbar.
  • dass ich am Ärmel die zugegebene Mehrweite wieder herausnehmen sollte, da das Armloch ja schmäler werden wird.

Hier noch ein Foto, auf dem man aber nicht viel erkennt. Die korrigierte Seite ist die ohne Ärmel. Auf der Seite mit Ärmel wurde die Schulter schon etwas tiefer gesteckt.

anprobe-wima-16

…war das heute mit dem Schnitt. Zunächst habe ich die Variante probiert, dass das Innen“futter“ (d.h. die Doppelung) mit seitlichem Abnäher zugeschnitten wurde. Leider hatte das eine ungute Auswirkung auf den Faltenwurf, und so hab ich doch mit der eigentlich im Schnitt vorgesehenen Doppellagigkeit probiert. Es wurde zum Glück nicht ganz so voluminös wie erwartet und so werde ich es dann machen, da die Vorderkanten so wirklich sehr schön aussehen. Da es bei dehnbarem Material immer eine Lotterie ist, wo der Brustpunkt liegt (das kann man immer erst am Originalmaterial beurteilen) habe ich auch die Falten noch einmal weiter nach vorne verlegt, denn die mittlere Falte sollte ja auf den Brustpunkt zielen. Des weiteren stelle ich immer wieder fest, dass bei mir die Empirelinien an der Seite absacken – aber eigentlich ist das ja logisch: die grössere Vorderlänge ist an der Seite, wo es keine so starke Brustrundung gibt eigentlich überflüssig. Damit die Seitennaht aber wieder stimmt, werde ich diesen „Abnäher“ wieder am Unterteil zugeben müssen. So ganz glücklich bin ich mit der äusseren Falte noch nicht. Ich überlege fast, diese wegzulassen. Sie bringt Fülle an einer Stelle, wo ich diese nicht brauche und legt sich nicht optimal. Sähe es mit nur zwei Falten unharmonisch aus? Ich wäre sehr dankbar über eine Einschätzung von euch.

Die dunkle Oberteilseite  ist die gedoppelte und von den Falten her veränderte Variante:

PM mit Doppelung

 

 

…habe ich an einem taillenkurzen Probemodell ausprobiert und bin sehr zufrieden, weil sie genau so aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe.

Ausschnitt Neonbluse PM

Hier habe ich mal den Knopfverschluss simuliert (der Knopf ist etwas zu hoch aufgesteckt, deshalb sieht das Ganze leicht schief aus):

Ausschnitt Neonbluse Knopf

Nun muss ich testen, welche Einlage ich für den Besatz nehme: entweder Seidenorganza (dessen Waschverhalten ich erst noch analysieren muss) oder dünne Aufbügeleinlage. Es kommt auch drauf an, wie es die Farbe beeinflusst – obwohl ich es nicht schlimm fände, wenn die Form des Besatzes etwas durchscheinen würde. Das könnte man dann einfach als Designelement deklarieren 😉

…des Probemodells konnte ich heute mit meiner lieben Freundin idgie zusammen machen. Eine erste Runde beim Probemodell hatte noch zu wenig Weite über der Brust und leichte Beulen unterhalb der Passe ergeben. Ausserdem das übliche Passformproblem aller Frauen jenseits von Cup D: der Übergang von der stärksten Stelle der Brust (wo man viel Weite braucht) bis zur wieder schmalen Taille (wo man diese viele Weite dann wieder weg haben möchte… )

Das Abstecken meiner weltbesten und scharfäugigen Nähhelferin hat folgende Erkenntnisse gebracht:
An der Weite fehlte gar nicht so viel, sondern an der Vorderlänge unterhalb der Passe. Ausserdem war die Rundung der Brust noch nicht optimal nachgezeichnet. Wir haben nun etwa 7 mm an der VL dazu gegeben und oben die Passenquernaht geöffnet, wodurch das VT sich die Vorderlänge sofort quasi selber holte. Bei der Brustrundung wurde ebenfalls die Teilungsnaht geöffnet und die optimale Rundung festgesteckt. Die neuen Linien sind blau, die alten schwarz.
Der Puppe passt es nun schlechter (immer ein gutes Zeichen ), aber an mir sitzt es jetzt optimal:

Abstecken VT

Die Taillierung konnten wir über das Abstecken des Rückens etwas verstärken, denn ich möchte bei einer Jacke den Übergang von der stärksten Stelle der Brust zur Unterbrust nicht zu krass gestalten. Die Seitennaht war bereits gut wie sie ist, dort hätte ein stärkeres Taillieren nur Schrägzüge gebracht.

Abstecken RT

Wie man sieht, konnten wir im Rücken eine Menge Weite wegnehmen: es sind in Taillenhöhe etwa 4 cm weniger Umfang. Unten haben wir etwas im Rücken geöffnet, denn ich hatte den 15 cm kürzeren Schnitt einfach nach unten weitergezeichnet, aber man braucht natürlich etwas Weite für die Hüfte.

Vielen, vielen Dank an dich, idgie! Ohne dich hätte ich das nicht hinbekommen!
Als nächstes werde ich also nun die alten Schnittteile entsprechend abändern und kann nun auch den Kragen und den Besatz zeichnen – jetzt, wo die Weite und Länge klar sind.

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… habe ich nun doch, denn mit gar zu vielen Einschränkungen und Kompromissen möchte ich nicht ins neue Nähjahr starten.

Es bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten: entweder nähe ich das Mantelmodell, aber aus einem anderen Stoff – oder ich suche einen Schnitt, für den mein jetziges Material ausreicht. Weil ich unbedingt diesen schönen Stoff und diese Farbe nähen möchte, habe ich mich zur zweiten Version entschlossen. Da ich im Sommer einen Schnitt von einer Kaufjacke abgenommen hatte und meine Freundin idgie mir wunderbar und mit kundigem Auge bei den Erweiterungen zur Seite stand  (die Jacke sass, wie immer bei mir, über dem Busen zu eng), habe ich beschlossen, diese Version jetzt einmal zu testen. Es ist eine figurbetonte, flotte RV-Jacke, etwa so soll sie werden:
Walkjacke mit RV TZ
Der Mantelschnitt wird erst einmal auf Eis gelegt und im kommenden Spätsommer dann für einen Übergangsmantel ein Revival erleben. Einen schönen schwarz-weissen Tweed hab ich schon hier liegen… 😎

…, denn mein Stoff reicht nicht aus! So ist das, wenn man zuerst kauft und erst nachher den Schnitt dazu sucht…

Mein Probemodell gefällt mir ganz gut, aber nach Auflage des Schnittmusters auf den Stoff kommt ein Mantel eigentlich ganz klar nicht in Frage, ausser ich verwende einen weiteren 2. Stoff. Und selbst nach Kürzung werde ich mit Müh und Not alles unterbringen. Wahrscheinlich werde ich noch den Schalkragen verschmälern, die ausgestellte Form in eine gerade verwandeln und alle Nahtzugaben auf ein Minimum beschränken müssen. Dieses quasi doppelreihige Modell hat einfach einen ziemlich breiten Übertritt und mein Stoff liegt leider auch noch schmal.

Hier mal erste Eindrücke.

Zunächst die Mantelversion:

PM Mantel

Dann hier mit gekürzter Länge, aber etwas ausgestellt:

PM kurz ausgestellt

Und hier hab ich mal den Kragen schmäler eingezeichnet und versucht, die Weite etwas nach hinten zu streichen, aber das wird jetzt nochmal gescheit abgesteckt. Und natürlich auch noch ein Ärmel eingesetzt.

PM kurz Kragen schmal

Oder doch stressfrei zuschneiden, indem ich für die Seitenteile schwarzen Walk nehme? Denkbar wären dann auch schwarze Paspeln um den Kragen herum. Und ein auffälliger schwarzer Knopf statt des Riegels.

PM kurz colorblock

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