Archive für Kategorie: Nähen

…ist auf gutem Wege. Bei der „Hobbyschneiderin 24“  bekam ich von heidi noch den Tipp, noch etwas mehr Weite im Brustbereich zuzugeben, da das Kräuseln etliches schluckt.

Das Schnittteil sah danach etwa so aus:

Vt fertig korr

Einige weitere Hürden hatte ich zu bewältigen: die oberen unverstärkten Blendenteile des Ausschnitts und des Gürtels neigten zum Verziehen, sodass ein Absteppen mit der Maschine nicht möglich war und ich aufs Handnähen zurückgreifen durfte. 🙄

Der Jersey hat zwar eine wunderschöne Farbe, aber die Qualität ist nicht die beste. Er ist empfindlich und gleichzeitig labbrig – keine gute Mischung. Ich würde eine etwas „substanziellere“ Qualität empfehlen.

Der Reissverschluss ist beim Original 5 cm unterm Arm eingesetzt. Das ist für mich viel zu viel – ich habe ihn bei 2 cm starten lassen (leider erst beim 2. Anlauf).

Ich bin froh, dass ich die Blenden etwas verschmälert habe, so sind die Proportionen für mich viel besser.

Auf der Büste sieht das Kleid recht massiv aus – das mag aber auch an dem Bh liegen, den ich der Puppe angezogen habe, um etwas mehr OW zu simulieren. Deshalb links noch die Heftversion, wo man erkennen kann, dass es an mir doch etwas anders aussieht.

 

…habe ich gerade gemacht. Das Jerseykleid aus der Märzausgabe der Fashion Style (die ich vor einigen Jahren in Holland öfters als knip gekauft habe) gefiel mir recht gut und die Lust auf ein schnelles Frühlingskleid ohne grossen Aufwand liessen mich zu meinem Jerseyshirt-Schnitt greifen und daraus das Kleid ableiten.

Zunächst habe ich einige kleine Veränderungen vorgenommen. Da ich mit den grossgewachsenen Holländerinnen nicht mithalten kann, habe ich einige Proportionen etwas verändert: die Blende wurde etwas schmäler gemacht (4 cm statt 5) und auch der Taillenbund wurde von 6 cm auf 5 cm gezeichnet.

Hier mal der optische Vergleich:

Dann habe ich aus dem Schnitt die Ausschnittform übernommen, dabei meinem Brustansatz entsprechend die Höhe desselben festgelegt. Die Blende und das Gürtelteil habe ich anschliessend in meinen Schnitt eingezeichnet:

Blende

Nach dem Ausschneiden der Blende und des Gürtelteils wird der Abnäher in die Kräuselweite verlegt. Im Schnitt habe ich nachgemessen, wieviel Mehrweite dort angegeben war und in etwa übernommen. 2 cm davon stammten von meinem Abnäher.

So sehen die Einschnittlinien aus:

Einschnittlinien

Diese werden eingeschnitten und aufgesperrt:Aufsperren

Anschliessend kann das neue Schnittteil gezeichnet werden:

Vt fertigUnd da bei mir nichts ohne Probeteil geht, habe ich aus Reststoff ähnlicher Qualität noch schnell ausprobiert, wie es aussehen wird. Mein Originalstoff ist ein leuchtendgrüner Viskosejersey, etwa wie auf der TZ oben. Der Probejersey war sehr labberig und verzog sich schnell, beim Original werden dann die unteren Blenden verstärkt und damit wohl diese Neigung zum Verziehen etwas eingedämmt.

Jerseykleid FS PM

 

… und gefällt mir recht gut. Die Originalfarbe ist etwas dunkler, da hat es meine Kamera wohl zu gut gemeint mit der Belichtung 😉  Hinterher ist man immer schlauer: diese Art Ärmel vertragen etwa 4 cm mehr Länge und die Schultern würde ich beim nächsten Mal etwa 1 cm breiter machen. Ein Bild an der Frau ist hier zu finden.

Chokeroberteil ftg Bü

…sieht im Moment so aus:

Chokeroberteil Kragen und Ausschnitt

Mit dem Ausschnitt samt Stehkragen hatte ich beim Verstürzen etwas zu kämpfen, aber es ist geschafft und gut geworden. Im Gegensatz zu den Kaufteilen liegt dieser Kragen genau an meinem Hals an.

Die Abnäher waren in diesem Material wieder ein Kapitel für sich: zunächst hatte ich sie etwa 4 cm vom Brustpunkt entfernt konzipiert. Das sah einfach nur schrecklich aus, da das Material ziemlich tütet. Eine noch weiter aussen entfernt liegende Variante brachte keine Besserung und schliesslich habe ich mich entschlossen, sie genau bis zum Brustpunkt laufen zu lassen, obwohl es ja immer heisst, bei mehr Busen müsse der Abnäher möglichst weit entfernt vom BP enden.

Der Abnäher sieht dann etwa so aus:

Abnäherform

Durch die lang auslaufende Spitze kann der Tüteneffekt etwas eingedämmt werden. Falls dies jemand liest, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.

 

 

…lege ich nun bis auf weiteres meine Mantelnähpläne.

Gründe gibt es einige dafür:

  • Mein Stoff erwies sich als teilweise löchrig, entweder hat er zu lange gelagert oder ich habe es bislang nicht bemerkt. Es handelt sich nicht um Insektenfrass, soweit ich es beurteilen kann. Der Rest wird wohl noch für eine Jacke ausreichen.
  • Eigentlich war der Stoff auch etwas zu dünn für einen Wintermantel, wie ich ihn bräuchte. Schwarz ist ja eine meiner Standardfarben, in dünneren Qualitäten ist dieser „Posten“ in meinem Kleiderschrank bereits gut ausgefüllt, daher ist kein dringender Bedarf vorhanden.
  • In dickerer Qualität besitze ich bereits einen Kurzmantel in dunklem Marineblau und habe auch noch einen langen Wollmantel in Rot im Schlussverkauf gefunden. Also ist mein Mantelbedarf gedeckt, sodass ich einen weiteren neuen nicht unbedingt in dieser Saison brauche. Luxuriöse Verhältnisse – wenn ich daran denke, dass ich mir zu Studentenzeiten so manchen Winter keinen richtig warmen Mantel „gönnen“ konnte oder wollte, weil das Budget zu klein war (und meine Nähkenntnisse noch nicht so fortgeschritten).
  • Und last but not least bin ich ja seit geraumer Zeit eher nähabstinent, sodass solche Grossprojekte in all ihrer Langwierigkeit nicht die grösste Motivation bei mir auslösen. Ich fühle mich kleidungsmässig gut ausgestattet und brauche nur in kleinsten Dosen überhaupt etwas Neues. Manchmal wird ein nicht so optimales Teil noch verbessert (es gibt da einiges in der Warteschlaufe) oder ersetzt. Aber sonst kann ich mich von Lust und Laune (sofern vorhanden) leiten lassen und muss nicht auch noch bei meinem Hobby Pflichtaufgaben ableisten.
  • Der Schnitt ist an und für sich sehr schön – er wird auf jeden Fall mein nächstes Mantelmodell werden. Dafür werde ich mir dann einen geeigneten eher dickeren Wollstoff in Schwarz oder mit einem s/w-Muster besorgen. Ich plane eine Wiederaufnahme gegen Ende des Sommers, wenn die neuen Qualitäten in den Stoffläden auftauchen.

wintermantel-tz

…in Smaragdgrün ist nun fertig. Leider entspricht die Farbe auf dem Bild überhaupt nicht der Realität, schade, dass dieses wunderbare Grün anscheinend einfach nicht darzustellen ist – was aber vielleicht auch an meinen laienhaften Fotos liegt.

Hier also das gute Stück, Tragefotos an der Frau dann wie immer hier zu finden.

merinopulli-ftg-bu

…ist der Ausschnitt geworden, ganz wie gewünscht.

ausschnitt-fertig

Hier eine kurze Beschreibung, wie ich vorgegangen bin. Ob es wirklich die optimale Verarbeitung ist, wird dann die Tragepraxis zeigen.

Zunächst hab ich rund um den Halsausschnitt eine Stütznaht genäht. Ich setze diese leicht nach innen (etwa 1-2 Nadelpositionen von der geplanten definitiven Naht), damit nachher bestimmt nichts sichtbar ist. Anschliessend wurde der Schrägstreifen zugeschnitten: hier sollte man unbedingt genügend Breite einplanen. Wenn man es bündig haben möchte, wären das zweimal die Nahtzugabenbreite, dazu die doppelte Breite des innen sichtbaren Streifenteils und noch ca. 25 mm bis 1 cm (oder sogar mehr) Zugabe, denn der nächste Schritt ist, dass man den Schrägstreifen beim Bügeln kräftig in Längsrichtung dehnt. So erreicht man eine gewisse Stabilität, dadurch schrumpft aber die Breite ziemlich. (Diesen Tipp und noch viele andere findet man in dem tollen Buch von Lynda Maynard : „Professionell schneidern“, ich kann es nur empfehlen.)

Auch der nächste Trick stammt daraus: den Schrägstreifen an einer Seite etwa 0.5 cm umbügeln, er sieht dann so aus:

abschluss-schr-str

Dadurch kann man dann beim Annähen ganz wunderbar die genaue Stelle des Zusammentreffens der Enden bestimmen:

einschub

An dieser Stelle dann eine Markierung zeichnen, anschliessend die Enden des Schrägstreifens im geraden FL zusammennähen. Der umgebügelte Teil dient als Orientierung.

naht-schrstr

Sieht doch prima aus, nicht wahr? Nicht irritieren lassen, dass ich den Schrägstreifen nicht bündig angesetzt habe. Ich wollte ihn nicht so breit zuschneiden müssen – ich habe vorsichtshalber immer recht viel NZG.

Anschliessend habe ich wie bei einem Beleg weitergearbeitet: die NZG wurden beschnitten, den Futterstreifen habe ich in den Rundungen eingeknipst. Beim Strick habe ich auf die Dehnbarkeit vertraut, in Maschen schneide ich einfach sehr ungern.

Dann wurde das Ganze gewendet, ich habe vorsichtshalber noch die NZG auf den Futterstreifen genäht, um ein Hervorblitzen zu verhindern. Anschliessend wurde dann alles von links nach rechts mit Hexenstich „unsichtbar“ angenäht.

hexenstiche

Das Ergebnis finde ich recht schön anzusehen, hier also die Innenansicht:

innenansicht-fertig

Und last but not least: allen Leserinnen und Lesern es guets Neus!

… mal ein Projekt zu haben, das einem nur so von der Nadel hüpft. Die gute Stoffqualität näht sich wie ein Traum und auch die Passform ist prima. So darf es weitergehen. Der Farbton ist einfach nicht einzufangen, hier sieht er blau aus. Auch der Kasten rechts oben trifft die Farbe nur in etwa. Sie ist intensiv dunkel leuchtend und lässt sich einfach nicht darstellen.

torso

Sorry, der Schnitt sieht leicht schief aus, da die Perspektive etwas verzerrt ist. Ich habe wohl nicht ganz von oben fotografiert.

schnitt-merinopulli

merinokurzpulli-smaragd

 

…schiebe ich nun ein, und daran merkt man schon, dass sich meine Mantelnählust sehr in Grenzen hält. Aber die Mantelnäherei wird nach diesem Kurzprojekt definitiv wieder aufgenommen.

Ich möchte einen mir selbst geschenkten Geburtstagsstoff zeitnah vernähen. Ich hatte ihn vor zwei Wochen in einem hiesigen Stoffladen entdeckt. Reiner Merinowollstrick in einem leuchtenden Smaragdgrün, eine meiner absoluten Lieblingsfarben – da gab es gar keine Alternative. Der Schnitt ist ganz simpel und puristisch, es ist der gleiche wie dafür verwendet. Allerdings habe ich vorsichtshalber einige Erweiterungen gemacht, da dieser Stoff nicht so dehnbar ist wie der Hahnentrittjersey. Den Ausschnitt werde ich mit Futterschrägstreifen verstürzen, die Säume per Hand mit Hexenstich annähen.

 

…lässt meinen verwaisten Blog etwas aufleben. Meine fünfjährige Nichte hat sich zu Weihnachten einen von mir genähten Winterrock gewünscht. Ich habe dafür einen Feincord verwendet, ein hübsches Bändchen fand sich auch noch. Das Röckchen wird gefüttert, damit es nicht an den winterlichen Strumpfhosen festklebt. Ich glaube, es wird ganz hübsch werden. Hier ein erster Eindruck:

winterrockchen-vt

bernie and i

Sewing, dresses and D.I.Y

Mothers Dirt

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Küchenhexen: Kochen? Hexen? Zaubern?

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[hier bitte kreative Beschreibung einfügen]

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