Archive für Kategorie: Nähen

…ist fertig!

Sommerbluse ftg Bü

Da die Büste nicht meine Proportionen hat, sind die Tragefotos im Garderobenblog etwas aussagekräftiger: klick

Die Armaussschnitte habe ich statt mit Beleg mit Schrägstreifen verstürzt. Hier gibt es eine prima Ableitung dafür.

Armloch eingefasstDas Schöne beim Selbernähen ist, dass der Armausschnitt nicht klafft und da sitzt, wo man ihn haben möchte 😀

Sommerbluse Armloch

 

…mit der weissen Bluse, da ich zwischenzeitlich keine Möglichkeit zum Nähen hatte.

Ja, Abnäher sind unsere Freunde, aber diese Bluse hat acht davon plus zwei Wiener Nähte, und da habe ich beim Bügeln etwas Mühe gehabt. Die Rundungen der Wiener Nähte waren von der Passform her auch eine schwierige Geburt –  der Nahttrenner hatte fleissig zu tun. 🙄

Hier einige Eindrücke (sorry, jede Menge Knitter und wie immer passt die Bluse meiner Büste schlecht…):

 

 

F-S-UWYH0007F-S-UWYH0010F-S-UWYH0012

Nächste Herausforderung: der Blusenkragen.

…ist nach einigen Änderungen fertig. Die Unterkante des rechten Vorderteils erwies sich als zu lang und sackte durch, der Knoten sass zu weit aussen. Kurz entschlossen habe ich gekürzt und so gefällt es mir jetzt.

Tragefotos wie immer im Garderobenblog.

Wickeltop ftg Bü

… wurde zum Einfassen des Top-Ausschnitts benutzt. In Weiss gefällt er mir für diesen Stoff sehr gut, da es schön frisch wirkt. Als nächstes muss ich dann entscheiden, ob das 2. Feststeppen mit einer Cover- oder einer Zickzacknaht besser geht bzw. schöner aussieht.

Ich habe, um eine leichte Dehnung des Gummis zu erreichen, auf 6 cm Kante 5.5 cm Gummiband aufgenäht. So kann nichts ausleiern – hoffe ich zumindest mal.

F-S-UWYH0014

Und damit ich fürs nächste Mal die Stichpositionen für den Zickzackstich weiss, hier noch ein Foto der Einstellungen 🙂 :

Stichposition Paspelgummi

…als kleines Intermezzo. Nach vielen Flick- und Änderungsaufgaben bin ich nun mit diesem Unterrock endlich mit allen „Pflichtnähereien“ fertig.

Ein Kaufrock aus Baumwollstretch hatte kein Futter – da mich das Klettern des Rocks beim Tragen von BW-Strumpfhosen nervte, habe ich mir einen schnellen Unterrock genäht. Der Rock hat einen Gehschlitz – deswegen musste der Unterrock dort eine Aussparung haben.

Das Prinzip ist simpel: man legt den Futterstoff im Stoffbruch auf und trägt die Hüftweite plus Bewegungsweite und  die Länge nach Wunsch ab. Die Nahtzugaben natürlich nicht vergessen: oben in Gummibreite, unten ca 2,5 cm zum Einschlagen. Ich empfehle, bei stark fransendem Stoff lieber etwas mehr zuzugeben – bei meinem war das Ausfransen so heftig, dass ich nochmal nachschneiden musste.

Die Aussparung für den Schlitz zeichnet man halbrund ein:

Schema schneller Unterrock

Dann habe ich einen Gummi mit Picotkante zum Ring geschlossen: da sich der Gummi beim Aufsteppen ziemlich dehnt, habe ich die Taillenweite minus 8 cm genommen. Das kommt aber sehr auf das Material des Gummis an, ich könnte mir vorstellen, dass es meist nicht soviel sein muss.

Nun obere Rockkante und Gummi achteln, Gummi mit Picotkante nach unten und Flauschseite nach aussen auf die rechte Seite des Futterrocks aufstecken und gedehnt mit Zickzackstich o.ä. aufsteppen. Gummi nach innen wenden und nochmal mit einem passenden Stich aufsteppen. (Ich habe den unterbrochenen Zickzack verwendet.)

Gummi auf Oberkante

Gummikante Unterrock

Rock säumen, bei der Aussparung ganz schmal die Kanten umlegen, dann schafft man die Rundung.

Aussparung für Gehschlitz

Und fertig ist das Teil:

Unterrock ftg

… ist inzwischen fertig und ich bin recht zufrieden damit. Sie war jetzt schon einige Male im Einsatz und ist wunderbar bequem, leiert aber beim Tragen nicht zu sehr aus. Die Farbe ist perfekt: ein wirklich dunkles Marine (die Detailfotos sind etwas aufgehellt), das zu meinen gleichfarbigen Strickjacken passt. Fazit: ein wunderbares Basisteil.

Hose marine ftg

Hier noch einige Details:

Ich habe Hinterhosentaschen genäht – ganz ohne Taschen ist so eine Hose schon unpraktisch.

Taschen

Die Abnäher wurden jeweils abgesteppt:Abnäher

Den Nahtreissverschluss habe ich diesmal mit Haken und Öse etwas entlastet:

Verschluss

 

…. bin ich eigentlich recht zufrieden. Ich habe bemerkt, dass im Fitting-Buch von E.Liechty und co. der Fadenlauf in den Beinen nicht geändert wird. Das hab ich wohl bei meiner X-Bein-Änderungsversion bislang nicht richtig gemacht. Bei ihr wird die Änderung oben an der Hose gemacht. Da ich in Kniehöhe die Verschiebung gemacht habe (was vom Schnitt her das gleiche Ergebnis liefert), bin ich vom Fadenlauf des oberen Hosenteils ausgegangen. Bin mal gespannt, ob diese Änderung, das obere Hosenteil nach dem Bein-Fadenlauf auszurichten, beim nächsten Versuch ein noch besseres Ergebnis bringt.

 

 

…beginnt mit einem Basisstück: meine Hosen sind inzwischen zum Teil etwas abgetragen und so wird es Zeit, sie durch neue zu ersetzen. Nachdem eine Anprobenrunde in den Läden wieder nur im Frust endete, habe ich nun eingesehen, dass meine „Selbstgenähten“ zwar nicht voll meinen Ansprüchen genügen, aber immerhin einiges besser sind als die gekauften Teile. Das Problem beim Selbernähen sind die Stoffe. Ich habe bislang noch nie eine Qualität gefunden, die den guten Kaufhosen entspräche. Diese haben einen minimalen oder sogar keinen Stretchanteil und der Stoff ist eher etwas kräftiger. Ich finde meist nur weiches, ziemlich gummiges Material, immerhin aus Baumwolle und Elasthan aber eigentlich zu sehr zeichnend und etwas zu stretchig. Einen Stoff habe ich hier noch in der Pipeline, bei dem könnte es anders sein.

Aber zunächst einmal mein erstes Modell in dunklem Marine. Die Zeiten der extremen Skinny-Jeans scheint vorbei, und so liege ich mit dem zwar schmalen, aber doch eher geraden Bein fast schon im Trend 😉 Die Hose sitzt relativ hoch und endet in einem schmalen Bund. Der Reissverschluss befindet sich in der Seitennaht.

Das gleiche Schnittmuster habe ich in gekürzter Form bereits bei meiner Sommerhose in Türkis verwendet, ich habe es von einer gekauften Hose abgenommen. Das Material erfordert aber immer wieder Änderungen. Hier habe ich die Hinterhose in der HM etwas anheben müssen sowie die Schrittkurve vertieft. Das Material ist längselastisch – ob die Hose deswegen so viel zu lang herauskam? Jetzt muss nur noch genäht werden.

Basishose marine TZ

 

….und da ich noch allerhand dieser Wollstöffchen in meinem Fundus habe, die von der Länge gerade so für einen Jupe ausreichend sind, habe ich beschlossen, dass ich als nächstes Projekt einen leicht ausgestellten A-Jupe nähe. Er wird etwas über dem Knie enden, im Winter kann man diese Länge mit Strumpfhosen und Stiefeln gut tragen.

Hier die TZ und die Ansicht des Stoffs, der allerdings „in echt“ kleiner skaliert ist. Er ist ziemlich weich, ich hoffe, es ist dennoch etwas von der A-Form sichtbar.

Tweedjupe TZ

Das Modell ist sehr anspruchslos, deshalb bin ich für meine Verhältnisse schon relativ weit gekommen 😉

Tweedjupe

Da ich bei meinen eigenen Entwürfen mit A-Linien-Röcken bislang nicht so sehr gute Ergebnisse hatte, habe ich mal zu einem Fertigschnittmuster aus einem meiner vielen Nähhefte gegriffen. Durch die Mittelnaht können die Rockbahnen auch in der VM etwas ausgestellt werden, und ich glaube, dass genau das für den guten Fall sorgt.

Das Modell ist aus dem Heft „nähtrends“ 1/16, einem deutschen Abkömmling der ehemaligen „patrones“. Die Masstabelle im Heft lässt vermuten, dass die spanischen Frauen wohl eher Sanduhrfiguren haben  (die Taille ist im Verhältnis zu den restlichen Körpermassen viel schmäler konzipiert als in anderen Heften aus Holland oder Deutschland), was mir entgegen kommt.

Ich habe allerdings den Bund wegen meiner kurzen Taille weggelassen und werde wie immer innen einen Besatz arbeiten.

….sprich: das kobaltblaue Jerseykleid ist endlich „gelandet“, nachdem es fast 2 Monate herumlag und ich es nun für den nächsten Sommer wegpacken kann 🙄

Sommerjerseykleid 18 ftg Büste

Wie man sieht, habe ich die schwarze Blende nun doch nicht gemacht, da durch die schmalen Träger die Blendenbreite proportional soweit  verringert werden musste, dass sie zu schmal geworden wäre und daher der kontrastierende Effekt ohnehin nicht mehr so richtig zur Geltung gekommen wäre. (Auf der Büste musste ich das Kleid wegen der Brustabnäher etwas höher ziehen, die Träger sehen deshalb breiter aus, als sie sind.)

Da ich möglichst erst unfertige Objekte beende, bevor ich mir erlaube, etwas Neues zu beginnen, musste ich also einfach ran und habe es auch gut zu Ende gebracht. Wie immer war es mehr Arbeit als vermutet, da ich sowohl bei der Blende als auch beim Gürtelteil einiges handsticheln musste. Mit dem Steppen im Nahtschatten stehe ich absolut auf dem Kriegsfuss. Wie geht es euch damit? Es gelingt mir nicht, es so zu nähen, dass man nachher keine Stiche mehr sieht, ausser vielleicht bei einem Wollstoff, wo die Stiche besser „versinken“. Gibt es da irgendeinen Trick?

Also blieb nur geduldige Handarbeit…

F-S-UWYH0003

Da ich das Kleid ohne Reissverschluss arbeiten wollte, musste das Gürtelteil entsprechend dehnbar sein. Deswegen habe ich auf das obere Gürtelteil ein durchsichtiges Gummiband (Framilon) aufgenäht, das sich aber als etwas mühsam erwies: der Transport war nur mittels eines Papierstreifens zu bewerkstelligen und beim Bügeln verträgt es nur ganz schwache Temperaturen…. *schmürzel*

 

 

 

Die Armausschnitte habe ich wieder nach dieser Methode gearbeitet. So wird bestimmt nichts ausleiern:

Blende und Armausschnitte

Hier noch zwei Tragefotos.

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