Archive für Beiträge mit Schlagwort: konzertjacke

…hat mich diese Jacke gekostet. Es hat so lange gedauert, weil ich einfach nicht an das Kürzen der Posamenten drangehen wollte – und ich wusste auch warum. Es handelt sich um eine rutschige glänzende Kordel, die sich nach dem Abschneiden in tausend Fransen auflösen möchte. 🙄 Aber mit mehrmaligem Sichern und dank Fray-check hab ich es dann doch passabel hinbekommen. Beim Annähen darf man dann auch keine Eile haben…B)

Posamenten

Und nun ist es geschafft und die Jacke erwartet ihren ersten Auftritt (Tragefoto dann irgendwann demnächst mal):

Samtjacke 13

…tut mir wirklich Not. Ich werde jetzt mal Schritt für Schritt festlegen und hoffe, dass das Erledigen derselbigen mich etwas motiviert.

  • Sleeveheads zuschneiden und einnähen
  • Schulterpolster befestigen
  • Ärmelsaum korrigieren, Säume overlocken und von Hand annähen
  • Futter abbügeln
  • Futter zuschneiden
  • alle Teilungsnähte schliessen
  • Seiten- und Schulternähte schliessen
  • Futterärmel zusammennähen und einsetzen
  • Futter von Hand anstaffieren
  • Posamenten kürzen
  • Position der Posamenten festlegen
  • Posamenten annähen

So, dann mal ran ans Werk!

…gefällt mir wirklich sehr. Eine der schönsten Kragenformen, wie ich finde.

Stehkragen SAmtjacke

Beim Annähen des Besatzes an der hinteren Kragenansatznaht habe ich diesmal eine andere Technik als sonst angewendet: bislang habe ich im Nahtschatten mit kleinen Rückstichen fest angenäht, in einer meiner Nähbibeln fand ich aber ein anderes Vorgehen:
Zunächst alle Lagen ein wenig oberhalb der Ansatznaht aufeinanderheften und dann anschliessend NZG des Besatzes umschlagen und mit einem Blindsaumstich jeweils in den Bruch des Besatzes und dann in die NZG des Kragens einstechen. Faden nicht zu fest anziehen. Ich denke, das hat den Vorteil, dass zwar nichts gross verrutscht, aber etwas „Spiel“ vorhanden ist, während bei meiner Methode das Ganze evtl. zu sehr fixiert ist.

KragenverarbeitungKragenverarbeitung 2

Edit: Heute hab ich fleissig weitergenäht – die Ärmel sind inzwischen drinnen. Leider habe ich bemerkt, dass sich der Stoff im Rücken wohl ausgebeult haben muss: ich musste an den Teilungsnähten im Schulterblattbereich etwa 1 cm wegnehmen. Ich bin auch nicht so sicher, ob die Armlocherweiterung dem Sitz des Ärmels so gutgetan hat… Vielleicht sollte ich jetzt mal aufhören mit Nähen, ich bin mal wieder oberkritisch gestimmt :-/ Je länger man so ein Teil anschaut, um so fehlerbehafteter will es einem scheinen :**:

Samtjacke rückw.Teilungsnaht

…ging zeitweilig gegen Null beim weiteren Nähen dieser Jacke. 😐 Erst als ich mir klarmachte, dass ich die Jacke ja nicht fertignähen MUSS, wenn ich sie inakzeptabel finde, konnte ich etwas gelassener drangehen und siehe da, es hat dann einiges wider Erwarten doch nicht so schlecht geklappt.
Nachdem ich etliche der guten Tipps beherzigt hatte (also: Stichlänge etwas grösser, Nähfussdruck etwas lockern, auf einem Frotteetuch bügeln, alle Nahtzugaben gut einschneiden/einkerben, jede Naht von Hand heften etc.) wurde dann hin und wieder eine Naht sogar ganz gut:

Samtjacke Nähte

An der Büste fehlt wie immer noch etwas mehr „Füllung“ im Brustbereich:

Samtjacke

Den Kragen liebe ich schon jetzt (er wird allerdings weniger hoch, die NZG ist ja noch dran):

angeschnittener Stehkragen

…ist das Nähen dieses Samts! Ich habe ja schon einige Teile aus BW-Samt genäht, aber dieser hier ist die reinste Mimose. Schon beim Nähen der ersten Naht, der unkomplizierten Teilungsnaht im Rücken, durfte ich die Tücken kennenlernen. Der Stoff blieb trotz Steckens rechts auf rechts nicht aufeinander liegen, die obere Lage verschob sich nach links und der Transport liess auch zu wünschen übrig. Natürlich gab es auch schöne Abdrücke der Nadeln, auch wenn man mal kurz mit dem Fingernagel über den Samt ritzt, bekommt man schöne Streifen U-( Nachdem ich dann alles auftrennte und von Hand heftete sowie auch noch steckte, wurde das Ganze etwas besser. Aber: obwohl es definitiv keine genähten Fältchen gibt, werden die Nähte wellig.:( Vorne scheint es etwas besser zu sein, da habe ich auch alles mit Einlage bebügelt. Ein wenig tröstet mich ja, dass das Problem wohl auch bei hochpreisigen Kaufblazern auftritt – aber so richtig motivierend finde ich das auch nicht. Der Blitz ist natürlich besonders unbarmherzig – aber trotzdem … :-/
Hier also zunächst meine Jacke:

wellige Nähte

Und diese beiden Jacken stammen von folgenden Webseiten und haben das gleiche „Problem“ aufzuweisen:
(von der website http://www.barneys.com)

barneys-com

sowie von der website http://www.matchesfashion.com

matchesfashion

Ich hoffe, ich darf diese beiden Fotos hier zeigen, wenn ich die Quelle angebe? Kennt sich da jemand aus damit?

…hab ich nach einigen kleinen Änderungen dann doch hinbekommen (musste noch etwas im Vorderteil auflockern, das war einfach zu eng und ein kleinwenig das Armloch vertiefen). Die Ärmellänge wird nochmal um 05 cm gekürzt, da hab ich es (nach einigen zu kurz geratenen Ärmeln) wohl doch zu gut gemeint.

Samtjacke PM Sp

Schlichte Posamentenverschlüsse hab ich auch gefunden:

Samtjacke Posamentenverschlüsse

Und an der Längendiskussion kann man sich hier beteiligen.

…sitzt soweit sehr gut an mir (leider hier nur an der Büste zu sehen, da es bereits so dunkel ist), jetzt stehen die nächsten Arbeiten an als da sind:
Ärmel konstruieren, zuschneiden und einnähenLänge der Jacke mit den verschiedenen Röcken austesten und festlegenPosamentenverschlüsse kaufen oder evtl. selber machen, wenn es keine schlichte Variante zu kaufen gibt
Besatz zeichnen

Samtjacke PM

…steht auf dem Programm. Diesmal eine magentafarbene Samtjacke, wahrscheinlich mit möglichst schlichten Posamentenverschlüssen. Etwa so:

Samtjacke magenta TZ

Das Material ist ein schöner BW-Samt. Den Schnitt hab ich nach meinem Grundschnitt gebastelt, allerdings war dieser neue Grundschnitt noch nicht so richtig angepasst und das hatte dann zur Folge, dass meine arme Freundin bereits zweimal an mir abstecken musste (danke für deine tatkräftige Hilfe :wave: ) und ich jetzt bei der 3. Probemodellversion bin – mit dem Anfangsprodukt hat das Ganze inwischen nicht mehr sehr viel zu tun. Die vielen Teilungsnähte haben sich bei meiner Körperform quasi zwangsläufig ergeben…:roll:

Bilanz für heute:
das Schnittmuster für’s zweite Probemodell ausgeschnippelt, wieder ein neues Vorder- und Rückenteil gebastelt (wegen des Kragens) und alles als Nesselmodell zugeschnitten:

Genäht wird morgen, es ist schon zu spät, um die Maschine noch rattern zu lassen B)
Aber meinen Islandpulli werde ich jetzt noch gaaaanz leise zuende stricken :>>

Ich habe die Strickmaschine jetzt wieder weggeräumt….Warum, soll diese Zitat aus einer mail erhellen (ich hoffe, die Empfängerin ist mit der Veröffentlichung einverstanden, ich habe einfach keinen Lust, den Frust nochmal durchzukauen:-/ )

„…..ich bin leicht perfektionistisch veranlagt, und so plagten mich die vorhandenen Fehler so, dass ich beschloss, alles nochmal neu zu stricken.
Als dann noch in einer Reihe ein Unfall passierte,dessen Korrektur wieder
Unmengen an Zêit verschluckt hätte, war’s dann soweit. ich hatte dadurch auch Gelegenheit, nochmal zu überlegen, ob ich die ganze Jacke nicht doch
noch etwas enger machen wollte, ich mag es ja nicht so sackig. Also, alles schön neu gestartet, was auch gut klappte. Nervig blieb bis zum Schluss, dass ich jede 3. und 4. Reihe im achtreihigen Rapport korrigieren musste,sehr zeitaufwendig. Ich fand keine Lösung für das Problem, mit den Gewichten änderte sich nichts, mit einer veränderten Fadenspannung auch
nicht. Die Wolle könnte es sein….die zerfasert ziemlich unangenehm, an dieser einen Stelle schafften es die Nadeln einfach nicht, sauber abzustricken.
Und dann…….auf einmal bemerkte ich Spannfäden, die zu lang aussahen. Das Teil war in einer Länge, die es möglich machte, mal von hinten draufzugucken. Und was sehe ich? Musterfehler in zwei Reihen, ich habe
absolut keine Ahnung, wieso. Es wurden einfach etliche Maschen violett statt grau gestrickt…..88|88|88|
Was einfach schwierig beim Jaquard ist: man kann von der linken Seite durch die vielen Spannfäden einfach nicht sehen, was alles nicht stimmt. Da ist
der Frust wirklich vorprogrammiert. Ausserdem sah ich, dass meine „Handarbeit“ in den zwei besagten Reihen immer noch nicht grandios aussah – das kriege ich schlichtweg besser von Hand hin.
Ich glaube, ich werde jetzt erst mal eine Handstrickmaschenprobe machen und dann nochmal starten. Die Bündchen mach ich mit der Maschine, die sehen echt
gut aus. Vielleicht gehe ich nochmal mit einem anderen Projekt dran, einem kleineren Muster oder einfach mal glattgestrickt, Streifen oder so…..oder vielleicht nur eine untere Bordüre in einem ansonsten unifarbenen Rock….inzwischen würde ich sogar mal mit dem KG-Schlitten einen Rippenpulli probieren. Da sieht man wenigstens, was falsch ist, und wenn ich
nach jeder Reihe Stop mache, scheint es zu gehen mit dem Ding.“

Weil ich jetzt mal wieder etwas Erfolgreiches machen will, geht’s weiter mit den alten Projekten: der Islandpulli wächst

Islandpulli

Mäms Godetrock wartet auf Vollendung, ein schönes passendes Futter habe ich gefunden (das edelste -Venezia :>>)

Futter

…und beid er Konzertjacke heisst es auch „Auf ein Neues!“
Nachdem Loni den Sitz von hinten begutachtet hatte,war klar, dass die Rückenpartie irgendwie noch zu breit war. Und so hatte ich das Glück, dass sie mich ganz geduldig ausmass (viiieeeelen Dank nochmal an dich, Loni :wave: )und wir alles in die Lekala-Masstabelle eingaben, mit dem Ergebnis, dass es wirklich eine ganz andere Ärmel- und Rückenpartie ergab. Wir konnten das ganz gut an den übereinandergelegten Schnittzeichnungen erkennen. Jetzt habe ich alles wieder mit den neuen Massen ausgedruckt und bin schon höchst gespannt, wie das neue Modell sitzen wird. Aber erst mal heisst es schnippeln, schnippeln….wie man unten unschwer erkennen kann, habe ich schon fleissig zusammengeklebt ;D

bernie and i

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[hier bitte kreative Beschreibung einfügen]

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