Archive für Kategorie: UWYH

…und ich fast jeden Tag frühmorgens zum Freibad für eine kurze Schwimmrunde radle, ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich kein wirklich unkompliziertes Jerseykleid habe, das man so eben mal schnell überwirft, das ohne Reissverschluss funktioniert und auch noch velotauglich ist.

Mit meiner aktuellen Kleiderauswahl muss ich entweder Verrenkungen in der Kabine machen (RV im Rücken…) oder die Rockweite ist wahlweise zu eng oder zu voluminös, sodass ich nicht gut Velofahren kann.
Und so muss das Schösschentop noch etwas warten, da meine engen Jupes im Moment ohnehin eher nicht zum Einsatz kommen.
Hier ist mein neuester Entwurf:

Sommerjerseykleid 18 TZ

Wer hier öfters mitliest, hat es sicher gleich erkannt: ab dem Gürtel handelt es sich um dieses Kleid hier, für das Oberteil habe ich meinen Jerseyshirtschnitt hergenommen, der keinen so riesigen Abnäher hat. Die schwarze Blende sorgt für Kontrast, den ich ja immer gerne einbaue. Der kobaltblaue Jersey liegt schon eine ganze Weile in einer meiner Stoffkisten, also wieder mal ein echtes UWYH -Projekt.

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…wollte ich immer schon mal probieren. Mit meinem gut sitzenden Kleidoberteil konnte ich das nun in Angriff nehmen.

Geplant war in etwa so ein Modell:

Peplumtop

Das hier ist als erstes Probemodell dabei herausgekommen:

Schösschentop PM Bü

Eigentlich war das Oberteil für meine weiten Röcke geplant. Schon einige Zeit fühle ich mich in meinen engen T-Shirts, die ich meist dazu trage, nicht mehr so recht wohl.

Es zeigte sich aber, dass von dern Proportionen her dieses Modell viel besser zu meinen Bleistiftröcken passt:

Schösschentop PM

Für weite Röcke müsste das Ganze kürzer sein und evtl. das Peplum noch mehr ausgestellt, damit die Taille besser zur Geltung kommt (zumindest als Illusion 😉 )

Vielleicht werde ich mit diesem Probemodell noch eine weitere kleine Bastelei vornehmen. Zunächst werde ich aber diese Variante aus einem weissen Popelin nähen, der sich im Fundus befindet. Er ist etwas zu steif als Bluse und ich kann mir als dieses Top gut vorstellen.

Weitere Änderungen gegenüber meiner TZ werden sein, dass ich die Schulterpassen nun doch nicht einbaue. Ich hatte sie geplant, um die Teilung der Schulternaht zu vermeiden, aber diese Naht finde ich nun doch gar nicht so störend. Da man die NZG voraussichtlich durcheinen sehen wird, bringt die Quernaht ausserdem eher ungewollte Unruhe hinein.

Ich habe auch beschlossen, die Ärmel bei diesem Modell aus dem festeren Stoff wegzulassen. Auch der V- Ausschnitt wird noch etwas abgerundet und grosszügiger.

Den Kleidoberteilschnitt habe ich wie folgt abgewandelt:

Statt des zweiten Abnähers, der ja in steiferem Stoff zum Tüten neigt, habe ich stattdessen eine Naht eingebaut. Statt des Gürtelteils wurde die beim Kleid vorhandene etwas höher liegende Taille nach unten zur realen Taille verlängert, das Peplum habe ich aus dem unter der Taille abgezeichneten Kleidergrundschnitt durch Zulegen des vertikalen Abnähers erhalten.

Schösschentop Schnitt VT

…habe ich heute von meinem Änderungsstapel abgearbeitet.

  • eine schmale Skinny-Jeans in Kobaltblau gekürzt
  • bei meinem Zebratop im Futter Schlitze mit Stabilisierung eingearbeitet, da der Alltag zeigte, dass ich es wohl zu gut gemeint hatte mit dem Engermachen 🙄
  • ein Streifenshirt etwas oberweitenkompatibler gemacht.

Hier sieht man, dass es etwas traurig an mir herunterhängt, vorne hochzieht und auch eine hässliche Falte unterhalb des Armausschnitts bildet:

Klarer Fall, hier fehlt der Abnäher für die grössere Oberweite. Dafür habe ich die Seitennähte aufgetrennt und die Abnäher am Körper geformt. Leider waren sie dann optisch sehr auffällig in dem Streifenmuster, sodass ich die Idee wieder verworfen habe. Stattdessen habe ich nun den Abnäherinhalt eingekräuselt und dann wieder ans Rückenteil genäht. Dadurch wird natürlich die vordere Länge des Shirts entsprechend kürzer. Da es sich um ein Vokuhila-Shirt handelte, ist jetzt das „Hinterteil“ proportional etwas zu lang – da muss ich also auch noch ran und kürzen sowie den Saum neu nähen. Das war nun doch ein wenig mehr Arbeit als gedacht. Aber ich mag die Farben des Shirts sehr, deswegen durfte es mit: weiss, kobaltblau und ganz dunkles Marine.

Hier nun die zwei Varianten: Abnäher und Kräuselung. Sorry für das verschwommene zweite Bild, es war schon zu dunkel.

Und last but not least habe ich aus meiner Kaschmir-RV-Jacke den Reissverschluss und auch die Tresse, die den Untertritt bildete, herausgetrennt. Das kann man beides noch verwenden. Leider ist die Jacke hinüber – sie war so abgetragen, dass die fadenscheinigen Stellen nun Löcher gebildet hatten…

F-S-UWYH0034

…hab ich nun fertig und gestern Abend schon ausgeführt.

Sommerkleid 18 ftg Bü

Tragefotos wie immer im Garderobenblog.

…zeige ich an mir, da es leider aufgrund des sehr kurzen seitlichen Reissverschlusses nicht möglich ist, das Kleid über die sehr breite Schulterpartie meiner Schneiderbüste zu ziehen. Der 22cm-RV hat aber tatsächlich ausgereicht, ein längerer wäre wegen der Seitennahttaschen im Rockteil auch gar nicht möglich gewesen.

Heftversion

Die Details kann man in dem Musterstoff natürlich nicht so gut erkennen. Die Armausschnitte sind recht hochgeschlossen und die Taille sitzt ziemlich locker – ein schlichtes,bequemes Sommerkleid. Jetzt wird alles „fest“ genäht, dann muss ich noch Futtergürtel und – rock zuschneiden und nähen. Ich denke, das wird dem Rock noch etwas mehr Schwung geben. Mein Stoff ist sehr leicht und ergibt daher nicht soviel Volumen.

…aus Baumwollstoff, der wahrscheinlich schon über 10 Jahre in den Tiefen meiner Stoffkisten ruhte wird mein nächstest Projekt.

Inspiration dazu war ein Kleid aus einer alten Knip (Nr. 7 Juli 2012), das ich wir immer auf meinen Grundschnitt adaptieren möchte.

Hier mal mein Stöffchen und die technische Zeichnung, bei der ich bereits die Zusatzabnäher eingezeichnet habe, Näheres dazu siehe unten.

Sommerkleid 18 Stoff

Sommerkleid 18 TZ

Und beide zusammen:

Sommerkleid 18 TZ 2

Das Kleid hat Wienernähte im VT, vertikale Abnäher im RT, ein Gürtelteil, der RV sitzt in der Seitennaht und das Rockteil mit Seitennahttaschen ist in Falten gelegt. Es soll gefüttert werden, die Länge wird voraussichtlich knieumspielend.

Wie man in der TZ erkennen kann, verläuft die Wienernaht nicht über den Brustpunkt, sondern daneben. Bei kleinerem Cup ist das kein Problem, der Brustabnäher ist kleiner, man legt ihn zu und drückt die entstehende kleiner Beule einfach platt. Bei grösserer OW ist das nicht möglich, man benötigt einen Zusatzabnäher, der entsteht, wenn man den von oben kommenden grossen Brustabnäher schliesst (siehe kleine rote Linie, die aufs Seitenteil zu eingezeichnet ist:

Da dieser kleine Abnäher nochmal gekürzt werden soll, ist der Winkel dann recht gross und neigt meiner Erfahrung nach zum Tüten. Deswegen möchte ich diesmal stattdessen einen zweiten Abnäher einbauen:

Im Rückenteil wird der Abnäher ebenfalls etwas verschoben, damit er über dem Faltenbruch liegt. Ich bin mir zur Zeit darüber noch etwas unschlüssig, wie man erkennen kann 😉 :

GS RT

Ausserdem wurde die hintere Mitte geradegestellt, da der RV in der Seitennaht ist und so das Rückengürtelteil nicht unterbrochen werden muss. Deswegen muss der Abnäher entsprechend auch noch vergrössert werden.

 

 

 

 

 

… zu meinem neuen Projekt bin ich gerade. Da mein letzter Wintermantel 2011 entstand (und immer noch so schön ist, dass eine gute Bekannte von mir ihn erben möchte), wird es Zeit für einen neuen, da ich mich etwas daran satt gesehen habe. Ich freue mich aber, dass er weiterhin getragen werden wird.

Hier nun meine technische Zeichnung: ein Mantel mit Revers soll es werden, da ich noch nie ein solches konstruiert habe. Dazu (entgegen des jetzigen Trends) eine schmale, taillierte Form – ich hoffe, über die 2 Abnäher gut anpassen zu können. Der Wollstoff (ein schöner, edler tiefschwarzer Velourstoff, allerdings nicht sehr dick) wartet bestimmt schon 8 Jahre auf seine Verwendung 😳 Da die letzten Jahre fast alle meine Mäntel blau waren, füllt der schwarze also eine Garderobenlücke.

f-s-uwyh0015

…ist als nächstes Projekt geplant. Im Moment hab ich den Luxus, dass ich jeden Morgen ins Schwimmbad radeln kann – und was eignet sich da besser, als ein luftiges Sommerkleid, das man auch nach dem Schwimmen schnell wieder übergezogen hat. In meinem Fundus hatte ich noch ein pinkfarbenes Leinen – etwas unsicher bin ich noch, was die Farbe betrifft, aber ich werde trotzdem mal einen Versuch machen. An den letzten Feinheiten was den Schnitt betrifft bin ich noch dran, es wird aber voraussichtlich so aussehen:

Leinenkleid pink TZ

Damit das Ganze nicht zu kitschig oder „süss“ wird (was man ja schnell einmal mit dieser Farbe assoziiert), habe ich eine sehr schnörkellose, schlichte Form gewählt. Allerdings ist es kein Prinzessinnen- oder Barbierosa, von daher hoffe ich, dass es einfach nur frisch und unkompliziert aussehen wird.

 

…sondern einfach eine geschlossene Rückennaht ist als Ergebnis meiner Versuche herausgekommen. Der Stoff ist so stretchig, dass ich mich trotzdem gut genug bewegen kann. Das ist wohl auch die beste Lösung für den unteren Spitzenrand. Im Futter werde ich dann an den Seitennähten Schlitze lassen, denn das Futter scheint mir nicht ganz so dehnbar wie der Oberstoff. Die beuligen Seitennähte sind noch immer geheftet und die 4cm NZG stehen wunderbar knubbelig ab, das wird also noch verbessert. 🙄

Die Silhouette gefällt mir ausgesprochen gut so.

Rückenansicht ohne Schlitz

 

…habe ich nun doch ziemlich „halsnah“ gezeichnet, denn ich werde dieses Kleid meist in kühler Umgebung tragen müssen. Da war mir der Ausschnittvorschlag von Julia (siehe die interessanten Links in den Kommentaren) nun doch etwas zu luftig. Aber nochmal danke an dich!

Hier mal eine Simulation mit Papier und dem Schmuck, den ich dazu tragen möchte:

AusschnittformUnd nun kommen schon die Verarbeitungsfragen: ist es empfehlenswert, den Ausschnitt noch etwas zu „kneifen“, damit die Kante nicht zu weit ist?

Ist es besser, einen Besatz zu zeichnen oder reicht das Verstürzen mit Futter (natürlich würde ich die Kanten vorher mit Formband verstärken)?

Wie appliziere ich die Spitze am besten? Sollte der Saum vorher schmal umgelegt werden oder einfach per Overlock versäubert werden? Oder schneide ich einfach nach dem Aufnähen den Stoff hinten weg, was mir allerdings eine recht instabile Kante zu geben scheint? Allerdings sähe es so am filigransten aus (die Spitze hat ja zwei Bogenkanten).

Das sind immer so die Themen, wo ich mir einfach mehr Fachwissen wünschen würde. Wer Tipps geben kann – nur zu, ich freue mich, wenn ich etwas dazulernen kann.

 

 

 

 

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