Archive für Kategorie: Korrekturen

…ist auf dem Muster meines Kleids und ich bin etwas verunsichert, ob man mich darin überhaupt noch sehen wird. Die roten Blüten alleine mit viel Schwarz drumherum wären wahrscheinlich schon vollauf genug gewesen. Leider findet man solche Muster aber so gut wie nie. Schwarzgrundig, mit kräftigen, aber nicht zu vielen verschiedenen Farben, eher ruhig in der Anordnung – das wäre meine Wunschversion. Mal sehen, wie das Kleid schlussendlich an mir aussehen wird, wenn es fertig ist.

Hier sieht man schon mal die Heftversion, den Querabnäher hab ich noch nicht zugenäht, da ich morgen im Hellen entscheiden möchte, wieviel Raffung ich haben will. Trotz Kneifens ist der Halsausschnitt noch zu weit, da werde ich wohl in der VM etwas wegnehmen müssen. Ich werde ihn nochmal am Schnitt überprüfen, ob er sich vielleicht etwas ausgedehnt hat.

Heftversion

 

…habe ich am Schnitt, denn die grosse Einhaltweite mit dem drohenden „Schwangereffekt“ liess mir keine Ruhe. Meine zweite Lösung finde ich etwas kurvenfreundlicher: einen Teil der Weite habe ich nun doch in einen seitlichen Brustabnäher genommen und so wurde die Weite über dem Bauch deutlich reduziert. Der Querabnäher ist jetzt weniger ausladend und das abdeckende Ripsband kann kürzer werden, was auch etwas weniger massiv aussieht.

 

 

…meines Lieblingssommerkleids, das mich jetzt über 9 Jahre begleitet hat und nicht mehr so ganz gut in Schuss ist steht als nächstes auf meinem Programm. Der Schnitt ist in der neuen Runde etwas optimiert: das Modell hatte Träger aus Ripsband, die es inzwischen nur noch aus Polyester gibt, was ich nicht so gerne auf der Haut trage und welche auch schon beim alten Kleid immer Tendenz zum Rutschen hatten. Deswegen werde ich nun „normale“ Träger arbeiten. Die Raffung vorne habe ich schon beim ersten Modell etwas breiter verteilen müssen, da es bei grösserer Oberweite nicht so gut aussieht, wenn sich alles in der Mitte ballt und dann viele Schrägfalten auf die Brust zu gehen. Das alte Kleid hatte ich noch nach einem anderen Grundschnitt erstellt, beim neuen Modell ist der Brustabnäher grösser und auch die Empirenaht, die vorher fast zu hoch sass wurde leicht tiefer gesetzt. Jetzt habe ich etwas mehr Einhaltweite, aber für die OW brauche ich die auch. Der Stoff ist wie beim alten Kleid ein gross skaliertes Blumenmuster, das Material eine leichte Baumwolle. Mal sehen, wie das dann fällt.

TZ Blumenkleid Juli 17Im Prinzip bin ich bei der Schnitterstellung wieder genau wie hier beschrieben vorgegangen.

Ein Probemodell fürs Oberteil habe ich auch schon genäht, der Ausschnitt muss noch ziemlich gekniffen und auch noch etwas mehr V-förmig ausgeschnitten werden.

PM Oberteil Kleid

 

…bin ich gerade. Nach längerem Studieren im Spiegel war mir klar, dass meine Idee einer doch ziemlich ausgestellten A-Linie weder für diesen Stoff noch für meine Figur besonders günstig sein würde. Es sah alles seeehr weit um die Hüften aus. Also habe ich die Seitennähte wieder etwas enger gemacht. Nun fiel es mehr auf, dass ein Kleid so ohne Taillenbetonung mich ziemlich üppig aussehen lässt. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber irgendwie will ich es nicht einsehen… 😉 🙄 Also dann doch wieder aufs Altbewährte zurückgegriffen und im Vorderteil Abnäher eingebaut, was ich eigentlich aufgrund des Musters nicht machen wollte. Aber es ist figürlich einfach viel besser für mich. Nun tütete allerdings der Abnäher aus der Seitennaht, denn (auch das sollte eigentlich gelernt worden sein): ich muss die Abnäherspitze bis zum Brustpunkt führen, zumindest bei dieser Art Abnäher von schräg unten. Um die viele Luft an der Brustspitze zu vermeiden, habe ich ganz unorthodox den vertikalen Abnäher über den BP hinaus verlängert. So kann man viel besser der Brustrundung folgen. Gerade die Spitze möchte man ja eher etwas abgerundet haben.

Abnäher über Brustpunkt

Und last but not least stellte sich heraus, dass der Saum sich total zipfelig verzogen hatte, also alles nochmal abgesteckt – genäht wird der dann morgen.

Das liest sich jetzt alles so flüssig – ich habe aber mächtig viel Zeit verbraten. Es gelingt mir einfach nicht, auch mal „Fünfe gerade sein zu lassen“. Das ist wohl ein Charakterzug von mir – halbe Sachen fallen mir schwer. Ganz oder gar nicht ist meist die Devise. Ist das nun eine Stärke oder eine Schwäche?

 

Zipfelsaum

 

… macht sich wieder bei mir breit. Nachdem ich zunächst den Schnitt meiner Leinenhose verwendet hatte, zeigte es sich, dass dieser als engere Hose aus Stretchstoff nicht so richtig gut funktioniert. Nach einigen nicht befriedigenden Änderungsversuchen habe ich dann von einer recht gut sitzende Kaufhose (ja, solch seltene Exemplare gibt es) den Schnitt abgenommen, neu zugeschnitten und einfach mal ein Heftmodell probiert. Zum Glück war der neue Schnitt ja etwas enger und liess sich so auf den vorherigen Hosenteilen auflegen. Bei der Hinterhose reichte es nicht und ich musste eine Passe ansetzen.

Allerdings war ich den Schnitt betreffend wohl etwas zu optimistisch – mein Stretchmaterial verhielt sich komplett anders als der zwar leichte, aber eher formstabile Baumwollstoff der Kaufhose. Es ist so schwierig, ein geeignetes Material zu finden! Entweder sind die Stoffe zu weich und stretchig (so wie meine jetzt) oder zu steif und unnachgiebig. Die gekauften Teile haben nur einen minimalen Anteil an Elasthan und sind recht fest gewebt. Sowas finde ich im Stoffgeschäft irgendwie nicht.

Nach der ersten Enttäuschung hab ich die Hose erst mal wieder zur Seite gelegt und bin in die Stadt, um mir eine zu kaufen. Aber da kam ich noch gefrusteter nachhause – die Kaufhosen waren ebensolche Faltenbündel auf der Rückseite und warfen zusätzlich noch Diagonalfalten wegen meiner X-Beine. Dafür war ich ich nicht bereit, soviel Geld auszugeben, zumal auch meist das Verhältnis Taille-Hüfte bei mir nicht stimmt und ich die Taille hätte enger machen müssen. Auf dem Hin– und Rückweg studierte ich alle Hosenhinterfronten und muss sagen, dass eigentlich nur die Stretchjeans relativ faltenfrei auftauchten. Bei sehr vielen Hosen entdeckte ich äusserst faltige Kehrseiten.

Nun sah ich mein häusliches Hosenwerk wieder etwas freundlicher an und entschloss mich, das Teil doch nicht in die Tonne zu kloppen und nicht aufzugeben.

Also ging der Änderungsmarathon los: da ich jetzt auch allmählich zur Hängehinternfraktion gehöre, wurde die Schrittkurve vertieft, ausserdem die hintere Mitte angehoben. Das brachte eine kleine Verbesserung bei der faltigen Rückseite. An der etwas wolkigen Vorderfront habe ich dann noch wie bei der Leinenhose etwas Weite weggekniffen. Die X-Bein-Änderung hab ich auch gemacht, obwohl die bei der gekauften Hose nicht nötig schien.

Hier mal ein erster Eindruck, jetzt wird noch der Bund fertig genäht und die Hose gesäumt. Das Material „zeichnet“ ziemlich stark und schmiegt sich an den Stellen mit Luft drunter leider faltig an. Da es aber keine bessere gekaufte Alternative gab, werde ich die Hose trotzdem fertig nähen.

 

…hab ich begonnen. Im Lauf der letzten Monate hat sich so einiges angesammelt, das gekürzt und verändert werden müsste.

Hier meine heutigen Ergebnisse:

  • Das Ringelshirt in blau-weiss-rot hat ein neues Halsbündchen

Der Abschluss mit dem Gummi hat sich leider nicht so recht bewährt. Er fühlte sich nicht so gut auf der Haut an und klappte auch immer mal wieder um. Zum Glück hatte ich die Reste des Stoffs aufbewahrt und so konnte ich problemlos ein schmales Halsbündchen drannähen.

Hier das Vor- und Nachher:

Streifenshirt Bü ftg

Halsbündchen neu

  • Zwei Shirts hab ich kürzen müssen, da bei den gekauften die Länge selten günstig für meine Proportionen ist:

Ich hab auch schon gleich ausprobiert, wie sie sich mit meinen schwarz-weiss gemusterten Röcken vertragen: hier

Ich habe mir einige Konen Bauschgarn zugelegt und muss sagen, dass seitdem das Covern immer gute Ergebnisse bringt. Auch die heiklen Nahtübergänge klappen so. Ganz unten sieht man den Vergleich: oben die „hausgemachte“ Naht, unten das gekaufte Original. Für mich wirklich gleichwertig! (Sorry für die vielen Farbabweichungen!)

Vergleich CoverBauschgarn

…ist auf gutem Wege. Bei der „Hobbyschneiderin 24“  bekam ich von heidi noch den Tipp, noch etwas mehr Weite im Brustbereich zuzugeben, da das Kräuseln etliches schluckt.

Das Schnittteil sah danach etwa so aus:

Vt fertig korr

Einige weitere Hürden hatte ich zu bewältigen: die oberen unverstärkten Blendenteile des Ausschnitts und des Gürtels neigten zum Verziehen, sodass ein Absteppen mit der Maschine nicht möglich war und ich aufs Handnähen zurückgreifen durfte. 🙄

Der Jersey hat zwar eine wunderschöne Farbe, aber die Qualität ist nicht die beste. Er ist empfindlich und gleichzeitig labbrig – keine gute Mischung. Ich würde eine etwas „substanziellere“ Qualität empfehlen.

Der Reissverschluss ist beim Original 5 cm unterm Arm eingesetzt. Das ist für mich viel zu viel – ich habe ihn bei 2 cm starten lassen (leider erst beim 2. Anlauf).

Ich bin froh, dass ich die Blenden etwas verschmälert habe, so sind die Proportionen für mich viel besser.

Auf der Büste sieht das Kleid recht massiv aus – das mag aber auch an dem Bh liegen, den ich der Puppe angezogen habe, um etwas mehr OW zu simulieren. Deshalb links noch die Heftversion, wo man erkennen kann, dass es an mir doch etwas anders aussieht.

 

…habe ich bei meinem Sommerkleid 2015 in Magenta vorgenommen. Es kam nicht so häufig zum Einsatz und dann frage ich mich immer, woran es denn genau liegt. Zum einen  ist es der Wickelausschnitt, der bei grösserer Oberweite einfach immer ein Problem ist, obwohl er ja überall für kurvige Frauen angepriesen wird. In der Hitze dann noch etwas unterzuziehen und sei es nur mein verkürztes Sichtschutzshirt genügt dann oftmals, dass das Kleid im Schrank bleibt. Das zweite Problem war die Schulterpartie. Ich hatte ja schon festgestellt, dass mir die im Schnitt vorgesehenen überschnittenen Ärmel nicht besonders gut stehen, ich habe damit immer extreme Hängeschultern, obwohl sie eigentlich nur etwas abfallend sind. Ich hatte schon die Schulterpartie verschmälert, aber es wirkte immer noch recht massiv. Nun bin ich einen Schnitt weitergegangen und habe  alles so in Falten gelegt, dass schmälere Träger entstanden. Ich finde es so viel leichter und luftiger. Was meint ihr dazu? Hier ein Foto, auf dem zum Vergleich erst einmal nur eine Seite abgeändert ist:

Schulteränderung

 

Und hier also noch auf Wunsch die Gesamtansicht (sorry, etwas Bügeln hätte nicht geschadet 🙄 und auch die Farbe ist etwas gedämpft) :

Jerseykleid fertig 2. Fassung

Und auf weiteren Wunsch  😉 auch nochmal die Ursprungsfassung, nicht ganz vergleichbar, da anderer Winkel und Lichtverhältnisse…

Jerseykleid fertig

…sondern einfach eine geschlossene Rückennaht ist als Ergebnis meiner Versuche herausgekommen. Der Stoff ist so stretchig, dass ich mich trotzdem gut genug bewegen kann. Das ist wohl auch die beste Lösung für den unteren Spitzenrand. Im Futter werde ich dann an den Seitennähten Schlitze lassen, denn das Futter scheint mir nicht ganz so dehnbar wie der Oberstoff. Die beuligen Seitennähte sind noch immer geheftet und die 4cm NZG stehen wunderbar knubbelig ab, das wird also noch verbessert. 🙄

Die Silhouette gefällt mir ausgesprochen gut so.

Rückenansicht ohne Schlitz

 

…habe ich nun doch ziemlich „halsnah“ gezeichnet, denn ich werde dieses Kleid meist in kühler Umgebung tragen müssen. Da war mir der Ausschnittvorschlag von Julia (siehe die interessanten Links in den Kommentaren) nun doch etwas zu luftig. Aber nochmal danke an dich!

Hier mal eine Simulation mit Papier und dem Schmuck, den ich dazu tragen möchte:

AusschnittformUnd nun kommen schon die Verarbeitungsfragen: ist es empfehlenswert, den Ausschnitt noch etwas zu „kneifen“, damit die Kante nicht zu weit ist?

Ist es besser, einen Besatz zu zeichnen oder reicht das Verstürzen mit Futter (natürlich würde ich die Kanten vorher mit Formband verstärken)?

Wie appliziere ich die Spitze am besten? Sollte der Saum vorher schmal umgelegt werden oder einfach per Overlock versäubert werden? Oder schneide ich einfach nach dem Aufnähen den Stoff hinten weg, was mir allerdings eine recht instabile Kante zu geben scheint? Allerdings sähe es so am filigransten aus (die Spitze hat ja zwei Bogenkanten).

Das sind immer so die Themen, wo ich mir einfach mehr Fachwissen wünschen würde. Wer Tipps geben kann – nur zu, ich freue mich, wenn ich etwas dazulernen kann.

 

 

 

 

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