Archive für Kategorie: Rock

…nach längerer Pause tut not.

Meine Bluse ist eigentlich fertig – aber ich hatte das Pech, dass gerade in dem Moment, als ich mit den Knopflöchern beginnen wollte, die Aufspulautomatik nicht mehr zu stoppen war und ich also nicht weiternähen konnte. Beim Händler hiess es dann, es sei ein Wackelkontakt – ich müsse die Maschine am besten abgeben und vielleicht das Ganze mit einer Revision verbinden. Da die letzte schon sehr lange zurück liegt, fand ich das vernünftig und habe eingewilligt. 2-3 Wochen wurden dafür veranschlagt. Jetzt sind es bereits 4 und dank Corona wird es wahrscheinlich noch länger dauern.

Eine liebe Freundin hat mir ihre Maschine schon vor einiger Zeit geliehen, aber ich war etwas ausgebremst und das Nähen kam zu kurz. Die Knopflöcher an der Bluse müssen leider weiterhin warten – die geliehene Maschine näht zwar ein schönes Knopfloch, aber meine hat eine Messautomatik, die ich eigentlich nicht missen möchte. Da ich bei Blusen so viele möglichst identische Knopflöcher nähen muss, habe ich mich entschlossen, auf meine Maschine zu warten – schliesslich habe ich sie genau deswegen gekauft. Schon ein wenig blöd…

Tja, obwohl ich es hasse, ein Nähwerk nicht zu beenden und mehreres parallel laufen zu lassen, wird mir nichts anderes übrig bleiben. :classic_dry:

Hier schon mal der Stand der Dinge:

F-S-UWYH0001

Ein ungeliebtes Projekt für einen Bekannten habe ich jetzt erstmal zur Seite geschoben und dafür beschlossen, noch einen kleinen A-Rock aus ganz feinem schwarzen Babycord zu nähen – einem perfekten Material für den Übergang. Das Modell habe ich auch schon einmal aus Tweed genäht und den ganzen Winter hindurch gerne getragen. Aus dem leichteren Material werde ich es in den noch kühleren Frühlingsmonaten einsetzen können. Mit dem Nähen muss ich mich also etwas beeilen. ;)

Hier das Modell: es stammt aus den „nähtrends“ 1/16 Modell 17. Ich werde es allerdings ohne Bund, sondern mit einem Beleg nähen – das habe ich in der TZ auch schon so eingezeichnet. Diese Variante finde ich für meine kurze Taille eher geeignet. Die vordere Mitte verläuft nicht im Fadenlauf (der Schnitt ist dort also quasi etwas ausgestellt) – dadurch bekommt der Rock einen schönen Fall.

TZ A-Jupe

….ist er fertig geworden, mein „Weihnachtsjupe“.

Mit seinem unkomplizierten Schnitt ( mein Dank geht an idgie für den tollen Grundschnitt) und dem Muster, das zwei meiner Basisfarben (Schwarz und Blau) enthält wird er sich perfekt in meine Garderobe einfügen.

Weihnachtsjupe ftg

Tragefoto wie immer hier zu sehen.

…habe ich in Arbeit. Er soll an Weihnachten fertig sein, daher der Name 😉  – besonders „weihnachtlich“ ist er eigentlich nicht.

Der Stoff ist speziell: mit Struktur und aus Viskose-Baumwolle. Elasthan muss auch drin sein, er ist recht dehnbar. Oder aber die Struktur hat ihren Anteil am Stretch-Effekt.

F-S-UWYH0050

Hier nun die TZ:

Weihnachtsjupe TZ

Und soweit bin ich: Seitennähte genäht und alles mit der Overlock versäubert. Jetzt noch Saum und Bundlösung, das sollte doch bis Weihnachten schaffbar sein – auch für Nähschnecken wie mich.

Weihnachtsjupe

 

…habe ich aus Jersey genäht. Danke nochmal für den super Schnitt, Idgie! Das Material (irgendeine Viskosemischung) lagert schon seit ewigen Zeiten in einer meiner Stoffkisten.

Den Bund habe ich mit einem breiten Gummi verstürzt – das habe ich mir von den Konfektionsjerseyröcken abgeschaut. Einfach links auf rechts annähen, nach innen drehen und fertig!

Die Länge ist Midi – nicht ganz optimal für meine Proportionen, aber am Arbeitsplatz finde ich das im Sommer angenehmer.

Jerseyjupe ftg Bü

 

Tragefotos wie immer hier im Garderobenblog.

….und da ich noch allerhand dieser Wollstöffchen in meinem Fundus habe, die von der Länge gerade so für einen Jupe ausreichend sind, habe ich beschlossen, dass ich als nächstes Projekt einen leicht ausgestellten A-Jupe nähe. Er wird etwas über dem Knie enden, im Winter kann man diese Länge mit Strumpfhosen und Stiefeln gut tragen.

Hier die TZ und die Ansicht des Stoffs, der allerdings „in echt“ kleiner skaliert ist. Er ist ziemlich weich, ich hoffe, es ist dennoch etwas von der A-Form sichtbar.

Tweedjupe TZ

Das Modell ist sehr anspruchslos, deshalb bin ich für meine Verhältnisse schon relativ weit gekommen 😉

Tweedjupe

Da ich bei meinen eigenen Entwürfen mit A-Linien-Röcken bislang nicht so sehr gute Ergebnisse hatte, habe ich mal zu einem Fertigschnittmuster aus einem meiner vielen Nähhefte gegriffen. Durch die Mittelnaht können die Rockbahnen auch in der VM etwas ausgestellt werden, und ich glaube, dass genau das für den guten Fall sorgt.

Das Modell ist aus dem Heft „nähtrends“ 1/16, einem deutschen Abkömmling der ehemaligen „patrones“. Die Masstabelle im Heft lässt vermuten, dass die spanischen Frauen wohl eher Sanduhrfiguren haben  (die Taille ist im Verhältnis zu den restlichen Körpermassen viel schmäler konzipiert als in anderen Heften aus Holland oder Deutschland), was mir entgegen kommt.

Ich habe allerdings den Bund wegen meiner kurzen Taille weggelassen und werde wie immer innen einen Besatz arbeiten.

…des Konzertjupes bin ich noch schuldig geblieben, hier endlich wird es nachgereicht, nachdem der Rock seinen Auftritt längst schon hatte:

Von der A-Form ist mangels Stoff nicht mehr so sehr viel übrig geblieben. Der lange Schlitz an der Seite hat sich bewährt.

…und ihn vor dem Ausreissen zu schützen, habe ich die Methode angewendet, die Julia von „sewing galaxy“ sehr schön hier beschrieben hat.

Zunächst näht man bis zum Schlitzanfang und stabilisiert diesen mit Rückstichen:

Schlitz mit Rückstichen

Dann wird auf den Schlitzbesätzen ein Satinbändchen direkt oberhalb des Schlitzes aufgeheftet (Achtung, die NZG des Belegs erst nachher versäubern, damit das Bandende, das zum Ausfransen neigt, mitgefasst wird):

Satinbändchen anheften

Nun wird knappkantig abgesteppt: die Naht geht zunächst auf der einen Seite bis knapp vor den Schlitz (auf dem Rock soll ja aussen nichts zu sehen sein), dann quer und schliesslich wieder zurück. Dann auf der anderen Seite das gleiche Prozedere und überall gut mit Rückstichen sichern:

Band knappkantig feststeppen

Hier sind nochmal die Stiche eingezeichnet, da Schwarz auf Schwarz natürlich nicht so gut zu sehen ist 😉 :

Stiche sichern

…steht auf dem Programm. Es tut mir gut, wieder etwas zu nähen. Seit dem Sommer habe ich quasi pausiert – und merke, dass ich mein Hobby vermisst habe.

Das Projekt ist unspektakulär: ein leicht ausgestellter bodenlanger Rock (wie weit, das entscheidet die Stoffmenge) mit Gehschlitz (einer der Gründe, warum ich jetzt einen neuen möchte: bei meinem anderen kann ich beim Auf- und Abtreten nur ganz kleine Schritte machen…).

Der Stoff liegt schon lange bei mir in der Kiste: ein bestickter Popeline, der aber trotzdem festlich aussieht. Die zarten Blütenranken lockern das tiefe Schwarz etwas auf und mit einem schwarzen Oberteil kombiniert sollte das Ganze konzerttauglich sein.

Jetzt bastle ich am Grundschnitt und hoffe in etwa auf dieses Ergebnis:

TZ Konzertjupe Dez 17

 

 

…lässt meinen verwaisten Blog etwas aufleben. Meine fünfjährige Nichte hat sich zu Weihnachten einen von mir genähten Winterrock gewünscht. Ich habe dafür einen Feincord verwendet, ein hübsches Bändchen fand sich auch noch. Das Röckchen wird gefüttert, damit es nicht an den winterlichen Strumpfhosen festklebt. Ich glaube, es wird ganz hübsch werden. Hier ein erster Eindruck:

winterrockchen-vt

…mit Bezeichnen, Umbügeln, Beschneiden und Steppen habe ich zugebracht, bis die Rocksäume fertig waren. Immerhin misst jede Runde mehr als 3 Meter! Aber es hat sich gelohnt und ist ganz gut geworden.

Das Futter hatte sich im schrägen Fadenlauf gewaltig verzogen, bis zu 7 cm betrug die Differenz zu den Stellen, an denen ich nichts kürzen musste.

Futter hängt aus

Nachdem ein erster Versuch mit eingeschlagenem Futter misslungen war, habe ich dann den sogenannten Babysaum gearbeitet.

Zunächst legt man die gewünschte Saumlänge fest. Es genügen etwa 1,5 cm Saumzugabe.

Babysaum Markierung

Dann bügelt man etwa 5 mm weiter ausserhalb der festgelegten Saummarkierung (Fäden) um (hier durch die kleinen Punkte markiert), denn diese Breite benötigt man zum Arbeiten des Saums.

Babysaum umbügeln

Jetzt erfolgt das erste knappkantige Absteppen entlang des Bruchs (etwa 2 mm von der Bruchkante entfernt):

Babysaum 1.Absteppen

Nun wird die noch überstehende Nahtzugabe bis ganz knapp an die Naht zurückgeschnitten:

Babysaum beschneiden

Anschliessend nochmal nach innen umbügeln:

Babysaum 2 Umbügeln

…und ein zweites Mal absteppen. Diesmal orientiere ich mich an der nun innenliegenden Kante, denn es soll ja möglichst nichts mehr umklappen können.

Babysaum 2.Absteppen.jpg

So, alles Säume sind geschafft. Ansicht von aussen und innen:

Saum aussen

Saum innen

Und hier nun das gute Stück fertig, von innen und aussen 😀 :

Futter ftg Bü

Jupe ftg Bü

Einige Tragefotos gibt’s hier im Garderobenblog

 

 

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