Archive für Kategorie: Konzertkleidung

…des Konzertjupes bin ich noch schuldig geblieben, hier endlich wird es nachgereicht, nachdem der Rock seinen Auftritt längst schon hatte:

Von der A-Form ist mangels Stoff nicht mehr so sehr viel übrig geblieben. Der lange Schlitz an der Seite hat sich bewährt.

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…haben sich aufgrund der knappen Stoffmenge ergeben. So reichte es nicht für eine hintere Mittelnaht mit Gehschlitz, stattdessen werde ich einen einfachen Schlitz auf der linken Seite einarbeiten, da der Hinterrock nun auch im Stoffbruch zugeschnitten wurde. Zwangsläufig muss dann auch der RV seitlich eingesetzt werden. Auch die Form ist nun eher schmal geraten.

Mit der Platzierung der Motive hatte ich nicht viel Auswahl. Es gab nur eine einzige Option, die VM und RM zu positionieren. Allerdings ist der Rapport nicht spiegelsymmetrisch, deswegen stört es mich jetzt nicht zu sehr. An den Seitennähten setzen sich die Ranken zum Glück ohne grosse Störungen fort.

Ansonsten läuft alles gut und es ist bis jetzt ein unkompliziertes Projekt, das einfach nur Freude macht.

Konzertjupe Dez 17

…steht auf dem Programm. Es tut mir gut, wieder etwas zu nähen. Seit dem Sommer habe ich quasi pausiert – und merke, dass ich mein Hobby vermisst habe.

Das Projekt ist unspektakulär: ein leicht ausgestellter bodenlanger Rock (wie weit, das entscheidet die Stoffmenge) mit Gehschlitz (einer der Gründe, warum ich jetzt einen neuen möchte: bei meinem anderen kann ich beim Auf- und Abtreten nur ganz kleine Schritte machen…).

Der Stoff liegt schon lange bei mir in der Kiste: ein bestickter Popeline, der aber trotzdem festlich aussieht. Die zarten Blütenranken lockern das tiefe Schwarz etwas auf und mit einem schwarzen Oberteil kombiniert sollte das Ganze konzerttauglich sein.

Jetzt bastle ich am Grundschnitt und hoffe in etwa auf dieses Ergebnis:

TZ Konzertjupe Dez 17

 

 

…ist nun endlich fertig!

Hier ein Bild an der Büste und im Garderobenblog noch zwei Tragefotos :

Spitzenkleid ftg BüJ

Jetzt bin ich froh, dass ich nicht mehr Wollstoff nähen muss, sondern mich mal der Sommernäherei zuwenden kann!

 

…möchte ich hier weitergeben, die ich beim Spitzenkleid erstmalig angewendet habe.

Da wäre zunächst einmal das Aufnähen von Futterstreifen zur Stabilisierung des Halsausschnitts, der ja zum Teil schräg verläuft und daher besonders zum Ausdehnen neigt. Dankeschön nochmal an  Petra ( Fresee bei der HS 24). Vor einigen Tagen las ich auch hier bei Julia Jamei, dass sie die Futterstreifen etwas kürzer zugeschnitten hat als die Ausschnittkante. Ich habe stattdessen den Ausschnitt etwas „gekniffen“, sodass er sicher nicht zuviel Mehrweite hat.

In etwa so habe ich die Streifen platziert:

AusschnittstabilisierungIch habe sie dann so angenäht, dass die Nahtlinie  einer Stütznaht entsprach, also einige Millimeter neben der schlussendlich genähten Naht zum Verstürzen.

Futterstreifen und Stütznaht

Des weiteren habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass man das Futter nicht einfach beim Ärmeleinsetzen mitfassen soll. Bislang habe ich das immer so gemacht und nie im Nähbuch nachgelesen. Anscheinend hab ich dabei Glück gehabt, denn eigentlich soll das Futter, damit es genügend Spiel hat, nur mit Fadenstegen an den Zugaben der Ärmeleinsetznaht fixiert werden. Das hab ich also diesmal gemacht und kleine Fadenstege an den Schulternähten und der Ärmelnaht gearbeitet:

Futterbefestigung

Beim Futter habe ich ja Seitenschlitze genäht, da ich mir sicher sein wollte, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Die Schlitze habe ich wie folgt gesichert:

Zunächst schneidet man im schrägen Fadenlauf kleine Rechtecke zu, die man so faltet und aufsteckt, das der Bruch 1 cm unter dem Schlitzende liegt:

Schlitzverstärkung

Nun wird eine Quernaht am Schlitzende genäht und anschliessend noch die NZG abgesteppt:

Schlitz abgesteppt

Diesen Tipp habe ich im Internet gefunden: Borgmann

 

 

 

 

…sondern einfach eine geschlossene Rückennaht ist als Ergebnis meiner Versuche herausgekommen. Der Stoff ist so stretchig, dass ich mich trotzdem gut genug bewegen kann. Das ist wohl auch die beste Lösung für den unteren Spitzenrand. Im Futter werde ich dann an den Seitennähten Schlitze lassen, denn das Futter scheint mir nicht ganz so dehnbar wie der Oberstoff. Die beuligen Seitennähte sind noch immer geheftet und die 4cm NZG stehen wunderbar knubbelig ab, das wird also noch verbessert. 🙄

Die Silhouette gefällt mir ausgesprochen gut so.

Rückenansicht ohne Schlitz

 

…ist fertig und es scheint gut zu passen. Es sitzt eher locker, aber das find ich in Ordnung. Es zeichnet trotzdem schön die Kurven nach. Leider war es zu dunkel zum Fotografieren und an der Büste sitzt es nicht so optimal. Aber einen ersten Eindruck erhält man schon. Morgen werde ich dann alles mal bei Tageslicht genau unter die Lupe nehmen.

Heftversion Spitzenkleid mit Borte

Edit: heute mal im Hellen probiert, die Spitze hab ich per Grafikprogramm nur simuliert 😉

…habe ich nun doch ziemlich „halsnah“ gezeichnet, denn ich werde dieses Kleid meist in kühler Umgebung tragen müssen. Da war mir der Ausschnittvorschlag von Julia (siehe die interessanten Links in den Kommentaren) nun doch etwas zu luftig. Aber nochmal danke an dich!

Hier mal eine Simulation mit Papier und dem Schmuck, den ich dazu tragen möchte:

AusschnittformUnd nun kommen schon die Verarbeitungsfragen: ist es empfehlenswert, den Ausschnitt noch etwas zu „kneifen“, damit die Kante nicht zu weit ist?

Ist es besser, einen Besatz zu zeichnen oder reicht das Verstürzen mit Futter (natürlich würde ich die Kanten vorher mit Formband verstärken)?

Wie appliziere ich die Spitze am besten? Sollte der Saum vorher schmal umgelegt werden oder einfach per Overlock versäubert werden? Oder schneide ich einfach nach dem Aufnähen den Stoff hinten weg, was mir allerdings eine recht instabile Kante zu geben scheint? Allerdings sähe es so am filigransten aus (die Spitze hat ja zwei Bogenkanten).

Das sind immer so die Themen, wo ich mir einfach mehr Fachwissen wünschen würde. Wer Tipps geben kann – nur zu, ich freue mich, wenn ich etwas dazulernen kann.

 

 

 

 

…wird dieses Kleid aus einem stretchigen Wollstoff. Ärmel und Saum möchte ich mit einer Spitzenborte abschliessen. Am Schnitt bin ich noch am Basteln, die Ausschnittform ist auch noch nicht in Stein gemeisselt.

So in etwa?

Spitzenkleid TZUnbenannt

…erstelle ich hier gerne für alle Interessierten.

Hier schon einmal das fertige Teil:

Obi-Gürtel ftg Büste

Und noch ein paar Fotos im Garderobenblog

Nochmal zur Erinnerung: zugeschnitten sind 2mal das Mittelteil, ich habe es noch ein drittes Mal zugeschnitten, da ich Chiffon verarbeitet habe und diesen auf eines der festeren BW-Mittelteile geheftet habe.

Zum Nähen hab ich bei dem feinen Material eine Microtex-Nadel benutzt.

Hier das Schnittteil:

Obi-Gürtel Schnittteil

Diese Massangaben sind natürlich individuell veränderbar. Ich trage den Gürtel mit der Wölbung nach unten, damit ich so optisch meine „kurze Taille“ etwas verlängere.

Dann zwei Bindebänder zuschneiden, die metrischen Angaben findet man im vorherigen Post. Die Breite richtet sich nach den Schmalseiten der Mittelteile.

Zunächst hab ich den Chiffon auf eines der Mittelteile aufgeheftet (für den empfindlichen Stoff innerhalb der Nahtzugabe):

Chiffon aufheften

Anschliessend werden die Mittelteile rechts auf rechts geheftet und die Längsseiten zugenäht. Dabei eine Wendeöffnung festlegen (bei mir war sie auf der gewölbten Seite hinten) und dort mit grösserer Stichlänge nähen. Achtung, rechts und links davon verriegeln. So ist nachher das Auftrennen ganz einfach.

Beim Heften habe ich das untenliegende Teil, das nachher innen zum Körper liegt, etwas überstehend geheftet. So ergibt sich dann eine Art “ Rollweite“ des oberen Teils und man sieht keinerlei hervorblitzende Naht.

Rollweite

Hier kann man das ganz leicht überlappende Vorderteil auf der Rückseite ganz gut erkennen:

Rollweite 2

Nun die Nahtzugaben beschneiden und auf dem Kantenholz ausbügeln.

NZG ausbügeln Kantenholz

Ich habe dann schon einmal gewendet und eine erste Bügelrunde gemacht:

Obi Mittelteil

Nun werden die Bindebänder rechts auf rechts gefaltet und zusammengenäht. Am schmalen Ende schräg abnähen:Band schräg abnähen

Anschliessend die NZG beschneiden, dabei die Ecken nicht vergessen:

Obi Band Ecken beschneiden

Und wieder auf dem Kantenholz ausbügeln:

Obi Band Kantenholz

Nun das Band wenden, heften und bügeln:

Obi Band heften

Nun werden die Bänder am Mittelteil angenäht. Dazu das Mittelteil auf links wenden, Band jeweils rechts auf rechts einlegen…

Band einpassen

…und gut fixieren:

Band gut fixieren

Dann die Schmalseiten zusammen zunähen:

Schmalseiten schliessen

Beim zweiten Band genauso verfahren, jetzt muss allerdings die Wendeöffnung aufgetrennt sein. Anschliessend die Bänder durch die Wendeöffnung „befreien“ und alles samt Mittelstück wenden:

Band durch Wendeöffnung

Die Wendeöffnung von Hand schliessen:

Wendeöffnung schliessen

Und fertig ist das gute Stück:

Obi-Gürtel ftg

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